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Zürcher Opferschutz-Charta

Jeder Mensch hat das Recht, nicht Opfer einer
Gewalt- oder Sexualstraftat zu werden.

In der Zürcher Opferschutz-Charta sind zehn grundlegende Prinzipien formuliert, die im Hinblick auf Prävention und Opferschutz sinnvoll sind. Es handelt sich um Prinzipien, an denen sich die Justizpraxis messen lassen muss. Die Charta soll zu einem effektiven Opferschutz beitragen.

Die Charta soll auch eine Plattform für den Austausch zwischen Menschen bieten, die Gewalterfahren haben, Menschen, die sich für Gewaltopfer einsetzen oder Personen, die Opferschutz-Interessen vertreten.Die Zürcher Opferschutz-Charta ist kein utopisches Manifest. Sie orientiert sich an realistischen Möglichkeiten, Menschen vor Gewalt- und Sexualstraftaten bestmöglich zu bewahren. Auch wenn 100%ige Sicherheit nicht möglich ist und es keine Patentlösung für den Umgang mit Gewalt- und Sexualstraftätern gibt, macht die Charta deutlich: Eine Gesellschaft kann sehr viel dafür tun, ihre Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Gefordert ist vor allem die Justiz. Der Umgang mit Gewalt- und Sexualstraftätern muss stark auf Präventionsaspekte ausgerichtet werden. Es gibt Möglichkeiten, die Risiken, die von gefährlichen Tätern ausgehen, zu reduzieren. Sie müssen angewendet werden. Die Charta prangert Defizite und Missstände in diesem Bereich an und will Denkanstösse für Verbesserungen geben.


Die Zürcher Opferschutz-Charta ist ein klares Statement gegen Gewalt- und Sexualstraftaten.
Die Charta ist dabei nicht gegen Täter gerichtet. Sie plädiert aber für eine pragmatische Haltung im Umgang mit Taten, Tätern und Risiken. Sie fordert, die Bedürfnisse und Rechte von (potentiellen) Opfern angemessen zu berücksichtigen. Dies geschieht bisher in unzureichendem Maße.

Die Gründe hierfür sind vielfältig – Zu nennen sind unter anderem:

  • Opfer besitzen keine einflussreiche Lobby

  • In der Justiz wird das Präventionsprinzip gegenüber dem Schuldprinzip nachrangig behandelt.
    Die Interessen von (potentiellen) Opfern bleiben auf der Strecke.

  • Politische Diskussionen folgen häufig stereotypen Rechts-Links-Schemata.

Die Charta wurde von drei Fachpersonen im Jahre 2006 in Zürich begründet. Sie ist seit kurzem auf dem Internet aufgeschaltet und wird durch den Verein „Zürcher Opferschutz-Charta“ in Visbek, Niedersachsen, betrieben. Ziel ist es, dass möglichst viele Personen die Charta unterschreiben.

Die Initiatoren der Zürcher Opferschutz-Charta sind der festen Überzeugung, dass sich mit Präventions- und Opferschutzthemen politische Mehrheiten gewinnen lassen. Sie sind zudem davon überzeugt, dass der Präventionsgedanke im Strafverfahren, im Strafprozess und in der Justizvollzugspraxis einen gleichrangigen Stellenwert gegenüber dem Schuldprinzip erhalten muss. Der Umgang der Justiz mit Straftaten darf sich nicht in einer Interaktion zwischen Staat und Täter erschöpfen. Opfer und potentielle Opfer haben legitime Interessen, die gleichberechtigt berücksichtigt werden müssen. Diese Forderung ist der zentrale Ansatzpunkt der Zürcher Opferschutz-Charta.


Die Opferschutzcharta kann unter folgendem Link aufgerufen werden:

http://www.opferschutzcharta.org/

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