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Podiumsdisskussion Pforzheim am 26.11.2012

Anbei ein Pressebericht zur Podiumsdisskussion in Pforzheim am 26.11.2012

Hier als PDF zum nachlesen:

Pressebericht Podiumsdiskussion

 

 

Bericht von Baden-Online

Hilfe für Straftäter mit Gewaltproblem

Neue Behandlungsstation im Offenburger Gefängnis / Freiwilligkeit Voraussetzung für Therapie
Wegen Gewalt- und Suchtproblematiken müssen Häftlinge wie dieser oft ins Gefängnis. In Offenburg wird heute eine psychologische Behandlungsstation eingeweiht.
 

Seit Dezember arbeitet in der Offenburger Justizvollzugsanstalt eine psychologische Behandlungsabteilung, die von »Bios« unterstützt wird. Standard in jedem größeren Gefängnis, wird sie heute, Freitag, eingeweiht. Häftlinge mit Sucht- und Gewaltproblematik werden hier behandelt.

Offenburg. Voll belegt ist die Behandlungs-Abteilung in der Offenburger JVA derzeit nicht. »Einige Teilnehmer unserer neuen Abteilung wurden aus der Haft entlassen, das gibt es ja schließlich auch«, sagt René Cuadra, leitender Psychologe der Offenburger Justizvollzugsanstalt.
Bis die Neuen kommen, die ein Sucht- oder Gewaltproblem mitbringen, kann es ein bisschen dauern: Sie werden nämlich nicht einfach in die Abteilung verlegt. Sie müssen wollen. Dokumentiert wird diese Bereitschaft, an sich zu arbeiten und sich zu verändern, durch einen Vertrag: Der muss zuerst unterschrieben sein.
»In jeder größeren Anstalt«, sagt Cuadra, gibt es eine solche Abteilung. In Offenburg, wo erst alles aufgebaut werden musste, ging sie erst im vergangenen Dezember im Betrieb. Heute, Freitag, wird sie eingeweiht.
Wer etwas erreichen möchte, muss sich kooperativ zeigen. Zusammenreißen. Anpassen. »Das ist gewünscht – schließlich sind die Täter genau deshalb delinquent geworden, weil sie sich nicht an die gesellschaftlichen Regeln gehalten haben«, so Cuadra. Moralisch, sagt der Experte, sei immer rasch Einigkeit hergestellt: Jeder sei sofort bereit einzuräumen, dass beispielsweise Stehlen nicht gut sei.
Dass eine solche Haltung nicht immer echt ist, nimmt er den Gefangenen nicht übel. »List, Lug und Trug gehören hier zum Spiel«, sagt er. Um angepappte Wertvorstellungen zu entlarven, verlangt Cuadra von den Häftlingen, »das Gute im Bösen« zu suchen. Denn erst wenn sie erkannt haben, welchen Vorteil ihnen ihr Verhalten gebracht hat, können neue Verhaltensmuster etabliert werden.
Mindestens neun Monate, schätzt Cuadra, sind erforderlich, um mit einem Häftling erfolgreich zu arbeiten. Teilnehmen muss jeder an den beiden »Gruppen«, die je einmal wöchentlich tagen. Am Flip-Chart werden Schlagworte gesammelt. Die Häftlinge beschäftigen sich zum Beispiel damit, warum Ärger aufkeimt – und wie man ihn löst. Das Gleiche wird auch mit dem Thema Sucht durchgearbeitet, denn eine Problematik auf diesem Gebiet geht oft Hand in Hand mit der Gewalt.
Öfter Urinproben
Auf der Abteilung sind Drogen, Alkohol oder auch Medikamente tabu. Unangekündigt werden Urinproben entnommen. Auch ansonsten wird auf Gemeinschaft gesetzt. »Jeden Abend« sind einige Häftlinge in der Küche zu Gange, um ine Mahlzeit zuzubereiten. Dann kommt auch Cuadra noch mal vorbei, führt eine Unterhaltung – jenseits der Arbeit in der Gruppe. Denn wie viele Kollegen ist er überzeugt: »Damit die Behandlung auch bis über die Entlassung hinaus trägt, muss es uns gelingen, einen Platz im Herzen unserer Klienten zu gewinnen.« Welchen Erfolg der Behandlungsabteilung bringt, wird wissenschaftlich erforscht, sagt der Psychologe.  

 

Anbei ein LINK zum Bericht zur Einweihungsfeier:

 

 

http://www.bo.de/Lokales/Ortenau/Neue-Behandlungsabteilung-im-Gefaengnis-eingeweiht 

 

 

RNZ-Bericht über Eröffnung des FAB-Behandlungsstützpunktes Heidelberg

 

 

Am 18. April 2012 wurde in Anwesenheit von zahlreichen Angehörigen der Justiz, der Wissenschaft und der Gesellschaft nach Offenburg, Mannheim, Freiburg und Pforzheim der fünfte Behandlungsstützpunkt der Forensischen Ambulanz Baden (FAB) im Justizgebäude in Heidelberg offiziell vorgestellt. 

 

Der am 19.04.2012 hierzu in der Rhein-Neckar-Zeitung erschienene Bericht kann über nachfolgenden LINK hier nachgelesen werden:
 

http://www.rnz.de/HP_Heidelberg/00_20120419132442_101998338_Therapieren_statt_wegsperren_.php

 
 

 

 

 

Stuttgarter Zeitung berichtet über BIOS

Am 10.12.2011 hat die Stuttgarter Zeitung unter dem Titel "Therapieren statt wegsperren" über BIOS berichtet. Der Artikel kann unter folgendem Link nachgelesen werden: 

 

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.praeventiver-opferschutz-therapieren-statt-wegsperren.ad240ee6-85de-40ec-8fd3-b0f90187578b.html

 

 

Therapieren ist billiger als Wegsperren

"Therapieren ist billiger als Wegsperren" 

Karlsruhe (epd). Die Diskussion um das deutsche Strafrecht zur nachträglichen Sicherungsverwahrung ist in den vergangenen Jahren immer wieder durch den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof in Brüssel gerügt worden. Was dazu führte, dass das Bundesverfassungsgericht im Februar 2011 die komplette Rechtssprechung der vergangenen Jahre zu diesem Thema kippte. Jetzt liegt eine Studie aus der Schweiz vor, wonach im Kanton Zürich durch eine konsequente psychotherapeutische Behandlung die Rückfallquote bei Gewalt- und Sexualstraftätern um mehr als 60 Prozent gesunken sei und sich dadurch sehr viel Geld einsparen ließe.

"Das ist ein fantastisches Ergebnis", meint der Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe, Klaus Böhm. Seit Jahren fordert er mit der in Karlsruhe ansässigen Opferschutzinitiative BIOS in Baden-Württemberg, dass das deutsche Strafrecht im Umgang mit Schwerstkriminellen verändert werden müsse. So wie in der Schweiz, wo ein Richter die Verpflichtung zur umfangreichen Begutachtung von Gewalt- und Sexualstraftätern und etwaige therapeutische Maßnahmen schon in der gerichtlichen Hauptverhandlung anordnen kann.

"Das gibt es in Deutschland nicht, wird aber mit Sicherheit in zwei bis drei Jahren von Brüssel kommen", prognostiziert Böhm. Im März 2009 hatte die Initiative dem Bundesjustizministerium ein Memorandum zur Verbesserung des präventiven Opferschutzes vorgelegt mit all diesen Forderungen, derzeit werde es in den entsprechenden politischen Gremien diskutiert. In dem Memorandum weist der Verein auch darauf hin, dass die Kosten für eine frühe therapeutische Behandlung wesentlich geringer seien als bei einer Rückfälligkeit mit anschließenden staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und einer erneuten Inhaftierung.

Bei einem Vortrag in Freiburg habe man ihm im vergangenen Jahr "inhaltlich zwar recht gegeben", ihn zugleich aber darauf hingewiesen, dass eine Gesetzesänderung in Deutschland nur möglich sei, "wenn es auch viel Geld einspart". Die Zürcher Studie belegt nun diese BIOS-These. In der Schweiz wurden aufgrund der dort seit 1997 konsequent durchgeführten psychotherapeutischen Behandlungen von straffällig gewordenen Gewalt- und Sexualstraftätern in oder außerhalb des Strafvollzugs die ansonsten angefallenen Haftkosten um mehr als die Hälfte reduziert, die Rückfallquote dieser Straftäter sank um 63 Prozent auf nun nur noch drei Prozent.

"Mit Wegsperren ist es nicht getan", sagt auch der 72-jährige Manfred Lautenschläger. Auch ein Schwerstkrimineller wie Gewalt- und Sexualstraftäter sei ein Mensch, um den man sich kümmern müsse, ist der gebürtige Karlsruher und deutsche Unternehmer überzeugt. Deshalb will er "den Finger in die Wunde legen und der Politik noch mehr den Spiegel vor Augen halten".

Mit einer sechsstelligen Summe unterstützt die Manfred Lautenschläger Stiftung den Opferschutzverein deshalb beim Aufbau zweier Behandlungsabteilungen in den Justizvollzugsanstalten Adelsheim und Offenburg. Wenn ein aus der Sicherheitsverwahrung entlassener Straftäter durch die nachträgliche Bewachung "rund eine halbe Million Euro im Jahr" koste, eine erfolgreiche Therapie aber nicht mal ein Zehntel, dann schüttelt der Wirtschaftsexperte nur den Kopf. "Jeder Investor würde hier anlegen, wenn er weiß, dass man jährlich mehrere Millionen Euro einspart", sagt Lautenschläger.

Therapieren ist billiger als wegsperren - Karlsruher Opferschutzinitiative sieht in neuen Therapieansätzen für gefährliche Gewalt- und Sexualstraftäter eine riesige Kostenentlastung

 

Von Ralf Schick (epd) (1593/15.07.2011)

  

 

 

Behandlung von Tatgeneigten - Bericht Staatsanzeiger

Staatsanzeiger Baden-Württemberg berichtet über FAB

 

Unter dem Titel "Der rettende Griff zum Telefon sorgt dafür, dass es beim Gedanken bleibt" hat der Staatsanzeiger von Baden-Württemberg in seiner Ausgabe vom 3. Juni 2011 über das Angebot der FAB zur Behandlung von sog. Tatgeneigten berichtet. Der Artikel, welcher ein Interview des Therapeutischen Leiters der FAB enthält, ist zum Nachlesen oder Download nachfolgend eingestellt:

 

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