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Projekt zur Behandlung von Sexualverbrechern startet in Mannheim (ad-hoc-news.de)

http://www.ad-hoc-news.de/drucken.html?art_id=13942571
Ad-Hoc-News.de - 30.10.2007 12:10


Projekt zur Behandlung von Sexualverbrechern startet in Mannheim


Bild: ddp

Im Mannheimer Gefängnis werden Gewalt- und Sexualstraftäter künftig in einer speziellen Abteilung untergebracht und behandelt. Wie die Justizvollzugsanstalt (JVA) Mannheim und die Behandlungsinitiative Opferschutz am Dienstag mitteilten, sollen dort zunächst zehn Gefangene einer zweijährigen Gruppen- und Einzeltherapie unterzogen werden, darunter vor allem Kinderschänder und Vergewaltiger. Die Abteilung wird am 15. November eröffnet.


Den Angaben zufolge soll das in Baden-Württemberg bislang einmalige Pilotprojekt zu einer Reduzierung des Rückfallrisikos beitragen. Für die Behandlung stehen zwei Anstaltspsychologen und ein externer Psychologe zur Verfügung. Bei der Therapie sollen sich die Teilnehmer intensiv mit ihren Straftaten auseinandersetzen sowie Einstellungen und Fähigkeiten aufbauen, mit denen sie einen Rückfall verhüten können.

Die Gefangenen werden hierfür dauerhaft in eigenen Zellentrakten mit zusätzlichen Gruppenräumen untergebracht. Sie sollen aber alle einer Arbeit innerhalb der JVA nachgehen.

ddp/two/kos


Stuttgarter Zeitung berichtet über BIOS/FAB

Unter dem Titel "Therapieren statt wegsperren" hat die Stuttgarter Zeitung am 10.12.2011 über BIOS/FAB berichtet. Der Artikel kann unter nachfolgendem Link aufgerufen werden: 

 

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.praeventiver-opferschutz-therapieren-statt-wegsperren.ad240ee6-85de-40ec-8fd3-b0f90187578b.html

 

 

 

Täter-Therapie als Opferschutz - PZ-News

http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Suedwest/Taeter-Therapie-als-Opferschutz-
_arid,78133_puid,1_pageid,26.html

Täter-Therapie als Opferschutz

 


Das Rückfallrisiko bei Gewalt- und Sexualstraftätern mindern will die „Forensische Ambulanz Baden“, die gestern in Karlsruhe offiziell eröffnet wurde.
Foto: Deck, dpa
 

KARLSRUHE. Das Land Baden-Württemberg baut die Therapie-Angebote für entlassene Gewalt- und Sexualverbrecher aus. In der Fächerstadt Karlsruhe wurde gestern die „Forensische Ambulanz Baden“ eröffnet.

Gefährliche Straftäter werden dort auch nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis psychotherapeutisch und psychiatrisch behandelt. Dies sei ein entscheidender Beitrag zu mehr Sicherheit, sagte Justizminister Ulrich Goll (FDP).

Ähnliche Projekte gibt es bisher in den Justizvollzugsanstalten (JVA) Mannheim, Heimsheim und Heilbronn; eine erste Psychotherapeutische Ambulanz existiert seit 1998 bei der Bewährungshilfe Stuttgart. Therapie sei Opferschutz und senke das Rückfallrisiko, sagte Goll. Auch der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Stefan Mappus, sprach von einem „messbaren Sicherheitsgewinn“ durch solche Behandlungsangebote. Goll räumte ein, dass trotz des Ausbaus von Therapieangeboten in den vergangenen Jahren „noch nicht die Grenze erreicht ist, an der wir sagen können, nun haben wir genügend Möglichkeiten“. Im nächsten Jahr werde sich die Lage durch eine sozialtherapeutische Abteilung mit 60 Plätzen in der neuen JVA Offenburg weiter verbessern. Die „Forensische Ambulanz Baden“ hat bereits im Juni die Arbeit aufgenommen und behandelt derzeit rund drei Dutzend Gewalt- und Sexualstraftäter. Sie wurde von der „Behandlungsinitiative Opferschutz“ (Bios) ins Leben gerufen, einem 2005 gegründeten Zusammenschluss aus Richtern, Staatsanwälten, Therapeuten und Wissenschaftlern. Die Karlsruher Einrichtung ist bereits das vierte Projekt der Initiative. Goll bescheinigte ihr eine „erstaunliche Energieleistung“.

Laut Mappus, auf dessen Initiative das Land der Bios eine Anschubfinanzierung gewährt hatte, schließt die Forensische Ambulanz eine konzeptionelle Lücke bei der Nachsorge für entlassene Straftäter: „Wir werden sie auch weiterhin unterstützen, weil das einen Gewinn für die innere Sicherheit bedeutet.“

Die Karlsruher Generalstaatsanwältin Christine Hügel wies darauf hin, dass die Zahl der Gewaltdelikte in den vergangenen Jahren stark gestiegen sei. Deswegen sei es wichtig, durch Therapien die Rückfallgefahr zu senken. „Wegsperren allein bringt nichts.“

Copyright © 2008 Pforzheimer Zeitung / PZ-news.de

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Bessere Therapie-Angebote - Stuttgarter Nachrichten

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/1871164_0_2147_
bessere-therapie-angebote-fuer-entlassene-sexualtaeter.html

Bessere Therapie-Angebote für entlassene Sexualtäter

Gezielte Betreuung nach der Haft - Psychologe:
Strenge ist kontraproduktiv


Karlsruhe - Baden-Württemberg baut die Therapie-Angebote für entlassene Gewalt- und Sexualverbrecher aus. In Karlsruhe wurde am Dienstag die Forensische Ambulanz Baden eröffnet. Gefährliche Straftäter werden dort auch nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis psychotherapeutisch und psychiatrisch behandelt.

VON WOLFGANG JANISCH

Die ersten Monate nach der Entlassung sind immer die gefährlichsten, doch bisher ist es gutgegangen. Ein Deutscher mit türkischen Wurzeln, dreimal wegen Vergewaltigung oder versuchter Vergewaltigung verurteilt, inzwischen aus dem Gefängnis in Kehl entlassen: Seit Juni geht er einmal pro Woche zur Therapie, er leidet an einer Empathie-Störung, also der mangelnden Fähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen. Er ist einer von rund drei Dutzend Straftätern, die derzeit in der Forensischen Ambulanz Baden in Karlsruhe behandelt werden.

"Eine Empathie-Störung kann man grundsätzlich beheben", sagt Klaus Böhm, Richter und Mitinitiator jener Initiative, der die Forensische Ambulanz ihre Existenz verdankt. Die "Behandlungsinitiative Opferschutz" (BIOS), als Zusammenschluss von Juristen, Therapeuten und Wissenschaftlern gegründet, macht schon im Namen deutlich, dass es ihr keineswegs um Wellnessangebote für Schwerverbrecher geht: Erklärtes Ziel ist es, die Rückfallgefahr bei Gewalt- und Sexualstraftätern zu senken - und damit potenzielle Opfer zu schützen. "Therapie ist Opferschutz", bekräftigt auch Justizminister Ulrich Goll (FDP).

Die Forensische Ambulanz ist bereits das vierte Projekt, das die Initiative auf den Weg gebracht hat. In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Mannheim läuft seit einem Jahr ein Pilotprojekt für Sexualstraftäter. In der JVA Heimsheim werden Gewalttäter therapiert - eine Klientel, der sich seit März auch die JVA Heilbronn verstärkt zuwendet. Dort wird ein "Anti-Gewalt-Training" angeboten. Bei so viel Eifer will das Justizministerium nicht zurückstehen: Goll beeilte sich am Dienstag, auf die Aktivitäten des Landes beim Ausbau von Therapie-Angeboten hinzuweisen - wie etwa die 60 Plätze in der Sozialtherapie der JVA Offenburg.

In Karlsruhe geht es nicht um die Schlimmsten der Schlimmen, "normalerweise kümmern wir uns um die mittelschweren Fälle", sagt Böhm. Die Besonderheit: Die Sexual- und Gewalttäter werden an der Schwelle zur Freiheit therapiert, also an dem Punkt, an dem sie die "Laborsituation" im Knast verlassen und sich im wirklichen Leben bewähren. Behandlung wirkt - wenn bestimmte Qualitätsstandards eingehalten würden. Dadurch könne die Rückfallrate um zehn Prozent gesenkt werden, sagt Dieter Dölling, Professor in Heidelberg.

Das klingt natürlich alles nach Kuscheltherapie - muss nicht auch ein wenig Härte ins Spiel kommen? Dazu konnte der Psychologie-Professor Peter Fiedler eine Botschaft beisteuern. Seine Forschungen belegen: Konfrontation und Disziplinierung sind kontraproduktiv - die Straftäter verschließen sich wie eine Auster. Fiedlers Fazit: "Je disziplinierter in Behandlungseinrichtungen gearbeitet wird, umso höher fallen in der Regel die Rückfallzahlen aus."

Artikel aus den STUTTGARTER NACHRICHTEN vom 12.11.2008

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Sozialtherapie im Vollzug - JUM-BW

http://www.jum.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1229676/index.html?ROOT=1153239

Sozialtherapie im Vollzug - Neue Forensische Ambulanz Baden eingeweiht

Datum: 11.11.2008

Kurzbeschreibung: Goll: "Wir wollen die Menschen bestmöglich vor Sexual- und Gewaltstraftätern schützen"

„Wenn Straftäter aus der Haft entlassen werden, haben die Menschen verständlicher Weise Angst davor, dass wieder etwas passiert. Das gilt besonders bei Sexual- und Gewaltstraftätern. Um die Bevölkerung vor weiteren Straftaten so gut wie möglich zu schützen, hat es sich der Strafvollzug zur Aufgabe gemacht, die Täter bereits während der Haft so zu behandeln, dass sie nach ihrer Entlassung möglichst in der Lage sind, ein Leben in sozialer Verantwortung zu führen. Aber auch nach Ablauf der Haftzeit besteht oft noch Therapiebedarf. Dann ist es gut, wenn es ambulante Therapieeinrichtungen wie jetzt in Karlsruhe gibt. Jede erfolgreiche Therapie ist ein Stück Opferschutz“, sagte Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) am Dienstag (11. November 2008) beim Festakt zur Einweihung der Forensischen Ambulanz Baden.

Die Forensische Ambulanz im Amtsgericht Karlsruhe helfe die Therapiesituation im Land Baden-Württemberg zu verbessern. Die im Jahr 2005 gegründete „Behandlungsinitiative Opferschutz e.V.“ habe die neue Ambulanz mit einer wahren Energieleistung in kurzer Zeit auf die Beine gestellt, dankte der Minister dem Vereinsvorsitzenden Klaus Böhm stellvertretend für alle am Projekt beteiligten Richter und Staatsanwälte, Therapeuten und Wissenschaftler. „Sie werden mit Menschen arbeiten, die nicht selten tief greifende Persönlichkeitsstörungen aufweisen und im Umgang schwierig sind. Vor allem stehen Sie vor dem Erfolgsdruck, keine Fehler zu machen, die sich in neuen Straftaten, neuen Opfern und neuem Leid niederschlagen könnten. Es gibt Berufe, die einfacher und dankbarer sind. Sie leisten einen überaus wertvollen Beitrag für die öffentliche Sicherheit“, sagte Goll.

Die Landesregierung widme dem Schutz der Bevölkerung vor Sexual- und Gewaltstraftaten seit Jahren besondere Aufmerksamkeit, betonte Goll. Als im Jahr 1996 eine Reihe von schweren Sexualstraftaten und von Morden an Kindern die Öffentlichkeit erschütterte, habe der Gesetzgeber im Jahr 1998 mit einem Gesetz zur Bekämpfung von Sexualstraftaten und anderen gefährlichen Straftaten reagiert. Dieses Gesetz habe Verschärfungen im Sexualstrafrecht gebracht, die obligate Sozialtherapie für bestimmte Sexualstraftäter eingeführt und Therapieweisungen für Sexualstraftäter in der Bewährungshilfe erweitert. „Wir haben eine Gesamtkonzeption zur Behandlung von Sexualstraftätern im Vollzug erarbeitet und im Zuge dessen die sozialtherapeutische Abteilung in der Jugendstrafanstalt Adelsheim sowie Behandlungsabteilungen für Sexualstraftäter in einzelnen Schwerpunktanstalten geschaffen“, sagte Goll. In diese aktuelle kriminal- und vollzugspolitische Entwicklung sei damals bereits auch ein Beschluss der Stuttgarter Bewährungshilfe e. V. gestoßen, dort eine Forensische Ambulanz einzurichten. „Das war absolutes Neuland, denn Ambulanzen bei freien Trägern gab es bis dahin noch nicht. Die Gründung der ersten Psychotherapeutischen Ambulanz für Sexualstraftäter im Jahr 1998 bedeutete einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der sozialen Strafrechtspflege in Deutschland“, erinnerte sich Goll, der sich freute, dass nun auch in Karlsruhe eine solche Ambulanz ihre Tätigkeit aufnehmen könne.

Den Bürgerinnen und Bürger der Stadt Karlsruhe und aus der Region danke der Minister, weil sie die Gründung der Ambulanz im Stadtgebiet von Karlsruhe zugelassen hätten. „Als Justizminister, der neue Standorte für Justizvollzugsanstalten erschließen muss, weiß ich, was es bedeutet, mit einem solchen Ansinnen anzutreten und eine Einrichtung zu etablieren, in der schwierige Menschen ein- und ausgehen sollen“. Die Karlsruher hätten den erforderlichen Mut und die erforderliche Gelassenheit gehabt. Nun hätten sie eine funktionierende Einrichtung, die der öffentlichen Sicherheit diene, der Kriminalprävention und letztendlich der eigenen Lebensqualität. „Was die Ambulanz leisten wird, führt letztlich dazu, dass man in der Region Karlsruhe sicher leben und sich sicher fühlen darf“, so der Minister.

„Ich wünsche mir, dass die Forensische Ambulanz Baden ein erfolgreicher Teil unseres hoffentlich immer noch dichter werdenden Netzes von Therapieangeboten für Straffällige wird“, sagte Goll. Mit Unterstützung der Regierungsfraktionen sei im vergangenen Jahr eine Ausweitung des externen Therapieangebots im Justizvollzug beschlossen worden, das mit 100.000 Euro im Jahr aus dem Justizhaushalt gefördert werde. Außerdem seien weitere Behandlungsabteilungen in den Justizvollzugsanstalten Mannheim, Heimsheim und Heilbronn eröffnet werden. „Im nächsten Jahr wird sich die Therapiesituation im baden-württembergischen Justizvollzug nochmals verbessern, wenn wir die sozialtherapeutische Abteilung mit 60 Plätzen in der neuen Justizvollzugsanstalt Offenburg einweihen werden“, erklärte der Minister.

Die Sozialtherapie im baden-württembergischen Justizvollzug

Bestehende interne und externe Therapiemöglichkeiten
- Sozialtherapie für Erwachsene in der Sozialtherapeutischen Anstalt Baden-Württemberg auf dem Hohenasperg (60 Plätze)
- Sozialtherapie für junge Gefangene in der JVA Adelsheim (20 Plätze, seit 1997)
- Drogentherapie für junge Gefangene in der Außenstelle Crailsheim (24 Plätze)
- Drogentherapie für erwachsene Gefangene im Justizvollzugskrankenhaus (17 Plätze)
- Deliktsspezifische Psychotherapie in Behandlungsabteilungen in den Schwerpunktanstalten Bruchsal, Freiburg, Heilbronn und Ravensburg (insgesamt 60 Plätze seit 1996)
- Ext. Psychotherapie in allen Justizvollzugsanstalten des Landes (100 Fälle im Jahr, seit 1996)
- Drei sozialtherapeutische Behandlungsabteilungen in der JVA Mannheim, Heimsheim und Heilbronn für die Behandlung von Strafgefangenen durch externe Psychotherapeuten

Bevorstehende Verbesserungen
- 60 sozialtherapeutische Plätze in der JVA Offenburg (ab Mitte 2009)
- Auf- und Ausbau Forensischer Ambulanzen für Probanden aus dem Justiz- und Maßregelvollzug in der Führungsaufsicht (insgesamt 600.000 Euro ab 2008 mit steigendem Kostenaufwand)


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Behandlung gefährlicher Sexualstraftäter - ka-news



Forensische Ambulanz Baden
 

Behandlung gefährlicher Sexualstraftäter

Quelle: ka-news.de
Die Forensische Ambulanz Baden
hat Räumlichkeiten im Amtsgericht
(Foto: ka-news)
Karlsruhe - Am gestrigen Dienstag wurde die Forensische Ambulanz Baden offiziell eingeweiht. Mit der Bereitstellung von Räumlichkeiten im Amtsgericht Karlsruhe wurde im Februar dieses Jahres dafür der Weg geebnet. Zuvor hatte sich die 2005 gegründete Behandlungs-Initiative Karlsruhe dafür eingesetzt (ka-news berichtete).

Mit der Forensischen Ambulanz Baden will die Behandlungsinitiative Opferschutz die Angebote zur Behandlung gefährlicher Gewalt- und Sexualstraftäter ergänzen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass durch eine entsprechende Behandlung das Risiko eines Rückfalls deutlich reduziert wird. Und eben diese Rückfallprophylaxe dient dem Opferschutz. Es ist jedoch unabdingbar, dass die Behandlung nach der Entlassung fortgeführt wird. Die Möglichkeit von Nachsorgebehandlungen in Forensischen Ambulanzen sind inzwischen vom Gesetzgeber ausdrücklich vorgesehen. Zu diesem Zweck hat die Forensische Ambulanz Baden am 2. Juni ihren Arbeitsbetrieb aufgenommen.

Voraussetzung ist ein Behandlungsvertrag

Für eine psychotherapeutische Behandlung eines Rechtsbrechers in der Forensischen Ambulanz Baden gibt es zahlreiche Voraussetzungen. Dazu gehört zu allererst eine Verurteilung wegen eines Gewalt- oder Sexualdelikts sowie eine Behandlungsbereitschaft des Verurteilten mit dem Abschluss eines Behandlungsvertrages. Außerdem muss der Straftäter seinen künftigen Therapeuten von der Schweigepflicht entbinden. Sollte der Rechtsbrecher noch inhaftiert sein, muss die Justizvollzugsanstalt einen Antrag stellen. Natürlich spielt auch die Finanzierung eine wichtige Rolle. Daher gehört zu den Voraussetzungen einer Behandlung auch, bereits im Vorfeld die Möglichkeiten abzuklären, wie die therapeutischen Maßnahmen finanziert werden können.

Vor einer ambulanten Therapie erfolgt die Prüfung der Durchführbarkeit in enger Abstimmung aller Beteiligten. Denn die Therapeuten der Forensischen Ambulanz verfügen über ein breites Angebotsspektrum. Dazu gehören sowohl psychotherapeutische Behandlungen im Einzel- wie auch im Gruppensetting, aber auch Paar- und Familiengespräche. Zum Spektrum gehört es auch im Bedarfsfall Kontrollmaßnahmen durchzuführen: Blutspiegelkontrolle, Drogenscreenings und Alkoholtests. Außerdem sollen Probanden im Einzelfall auch zuhause aufgesucht werden. Damit sich der Therapeut ein realistisches Bild ihrer Lebensbedingungen schaffen kann.

Der Aufbau eines Angebotes zur Behandlung von polizeilich Auffälligen, der Opferbehandlung sowie der Erstellung von Behandlungsgutachten befindet sich derzeit noch in der Prüfungsphase. (ps/pdr)


Meldung vom Mittwoch, 12. November 2008 © ka-news 2008

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Neue Ambulanz für Gewalt- und Sexualtäter - SWR

http://www.swr.de/swr1/bw/nachrichten/-/id=1000258/nid=1000258/did=4180548/1ta3cs8/index.html


Karlsruhe 11.11.2008

Neue Ambulanz für Gewalt- und Sexualtäter

Mit einem Therapieangebot für Gewalt- und Sexualverbrecher auch nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis geht Karlsruhe neue Wege bei der Behandlung von Straftätern. Dort wurde ein ambulantes Behandlungsprogramm für gefährliche Straftäter eröffnet.

Markus Klein ist Arzt bei der
"Forensischen Ambulanz Baden"
Dies sei ein entscheidender Beitrag zu mehr Sicherheit, sagte Justizminister Ulrich Goll (FDP) am Dienstag. "Therapie ist Opferschutz." Therapie senke das Rückfallrisiko und bedeute damit auch Schutz für die Gesellschaft.

Ziel des Projekts ist es, das Risiko eines Rückfalls zu senken und damit den Schutz potenzieller Opfer zu erhöhen. Die neue Ambulanz ist für Straftäter mit einer positiven Prognose, die kurz vor ihrer Entlassung aus dem Gefängnis stehen oder schon entlassen wurden. Seit Juni kümmern sich dort vier Psychotherapeuten und eine Ärztin um 36 Patienten. Mindestens ein Jahr lang nehmen sie freiwillig beispielsweise an Gruppen- oder Einzelangeboten teil. Zur Behandlung gehören aber auch Paar- und Familiengespräche, Alkohol- und Drogentests und Besuche bei den Straftätern zuhause.

Nach Therapie-Programmen in den Justizvollzugsanstalten Heilbronn, Heimsheim und Mannheim ist die Forensische Ambulanz bereits das vierte Projekt, das seit dem vergangenen Jahr von der "Behandlungsinitiative Opferschutz" initiiert wurde. Die Initiative hatte sich im Jahr 2005 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Juristen, Psychologen, Vollzugsangehörigen und Sozialarbeitern.

Quelle: SWR.de - Nachrichten

 

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Potenzielle Opfer minimiren (Bad.Tagblatt)

Bericht Badisches Tagblatt vom 03.07.2008


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RNF-Bericht Forensische Ambulanz



Video-Bericht - Rhein-Neckar Fernsehen

Modellprojekte zur Resozialisierung von Strafgefangenen

Therapiemöglichkeiten für Sexualstraftäter und andere Schwerkriminelle sind noch immer selten, auch wenn längst sicher ist, dass sie die Gefahr der Rückfälligkeit erheblich verringern können. In der Mannheimer Justizvollzugsanstalt ist vor kurzem eine Modellprojekt zur Behandlung von Strafgefangenen angelaufen. Auch in Karlsruhe startet jetzt ein Projekt für Gewalt- und Sexualstraftäter nach der Haft. Es ist eine Anlaufstelle für Straftäter aus ganz Nordbaden

Veröffentlicht: 12.08.2008
Spielzeit: 02:44


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Artikel in der Süddeutschen Zeitung – Therapie als Opferschutz

Hier finden Sie  einen interessanten Artikel in der Süddeutschen Zeitung
vom 07.06.2012 zum Thema „Therapie als Opferschutz

 

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