BIOS schließt Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Landeskirche Baden.

fab logo

Opferschutz-Partner


BIOS-Newsletter Empfange HTML?
Besucher heute:2
Besucher gestern:9
Besucher diesen Monat:226
Besucher dieses Jahr:2791
Tägliche Besucher:5716
Montliche Besucher:8421

Pressemappe zur Eröffnung BIOS-LU







P r e s s e c o m m u n i q u é

 

BIOS – Luxemburg

Neue Opferschutzeinrichtung gegründet

 

In vielen anderen Ländern gibt es schon Initiativen zur Verbesserung des Opferschutzes bei schweren Gewalt- und Sexualstraftaten durch spezialisierte Behandlung der Straftäter. Nun gibt es dies endlich auch in Luxemburg durch die neue asbl „Behandlungs-Initiative Opferschutz Luxemburg“ (BIOS-LU).

Ziel von BIOS-LU ist, eine qualitativ hochwertige,  deliktorientierte Täterarbeit zu leisten, die sich an internationalen Qualitätsstandards orientiert und im Rahmen einer neu gegründeten Fachambulanz mit Experten aus dem In- und Ausland zusammenarbeitet. Die asbl wird zukünftig sowohl inhaftierte Gewalt- und Sexualstraftäter betreuen, wie auch deren Nachsorge.

Die asbl, deren Vorstand Herr Prof. Stefan Braum präsidiert, arbeitet in Unterstützung mit der deutschen Partnergesellschaft Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V., in enger Kooperation mit der Forensisch-psychiatrischen Ambulanz Hessen in Deutschland sowie des Psychiatrisch-Psychologischen Dienstes des Kanton Zürich in der Schweiz. Die asbl wird in Luxemburg präventiven Opferschutz durch Täterbehandlung von qualifizierten Therapeuten anbieten, um somit gezielt die Rückfallquote von Gewalt- und Sexualstraftätern zu mindern.

Presse-Mitteilungen der BIOS-Luxemburg:
die vollständige Pressemappe als pdf

Einladung zur Pressekonferenz

 

 

 

Einladung zur Pressekonferenz

der neu gegründeten asbl

„Behandlungs-Initiative Opferschutz Luxemburg“

BIOS – LU

 

Neue Opferschutzeinrichtung für Luxemburg– in vielen Ländern gibt es schon Initiativen, den Opferschutz bei Gewalt- und Sexualverbrechen durch spezialisierte Therapie der Straftäter zu unterstützen – nun endlich auch in Luxemburg!

Wegsperren allein hilft nicht– die meisten Täter von schweren Gewalt- oder Sexualverbrechen werden nach Verbüßen ihrer Haftstrafe wieder entlassen und leben in Freiheit. Es ist wichtig, rückfallgefährdete Gewalt- und Sexualstraftäter frühzeitig zu erkennen und die notwendigen, therapeutischen Maßnahmen einzuleiten. Durch spezialisierte, deliktorientierte Behandlung lassen sich Rückfallraten deutlich senken.

Die Behandlungs-Initiative Opferschutz Luxemburg hat sich zur Aufgabe gemacht, eine fachlich fundierte,  an der Rückfallprävention orientierte, therapeutische Versorgung für Täter und Tatgeneigte in Luxemburg aufzubauen, um Menschen vor Gewalt- oder Sexualverbrechen zu schützen.

Die Pressekonferenz findet am 03. Mai 2012 um 09.30 Uhr im Hotel NOVOTEL Luxembourg / Kirchberg  - Saal „Philippe“  6, rue Fort Niedergrünewald/Quartier Européen Nord/Plateau de Kirchberg/L-2226 LUXEMBOURG - statt.

Bei der Pressekonferenz werden Herr Prof. Stefan Braum (Universität Luxemburg), Frau Anne-Catherine Thill (MAE) und Herrn Jan Kossack (Diplom-Psychologe und Leiter der Forensischen Fachambulanz der asbl) anwesend sein.

 

Prof. Stefan Braum

Präsident von BIOS-LU


 

 

Invitation à la conférence de presse

relative à la constitution de

 l‘asbl BIOS LU

« Behandlungs-Initiative Opferschutz Luxemburg »

Constitution de l‘Asbl  BIOS LUau Luxembourg– dans plusieurs pays il existe des initiatives spécialisées en matièe de prévention pour les victimes des crimes ou des crimes sexuels offrant aux délinquants une prise en charge thérapeutique professionnelle.

La peine d’emprisonnement ne protège pas contre la récidive– la plupart des délinquants et délinquants sexuels sont libérés après avoir purgé leur peine et ne font partant l’objet d’aucun suivi. Dans un souci de prévenir de futurs crimes et récidives, il importe dans un premier temps d'identifier les délinquants susceptibles de récidiver pour déterminer à quel point l’existence d’un risque de récidive est pertinente et le cas échéant organiser leur suivi thérapeutique. Il est prouvé qu’une telle prise en charge professionnelle et conséquente permet de réduire le taux de récidive de manière significative.

L'asbl « BIOS LU Behandlungs-Initiative Opferschutz Luxemburg - Prévention aux Victimes » s'est donnée comme mission d'établir une prise en charge professionnelle thérapeutique pour les auteurs de crimes et de délits au Luxembourg, proposant à ces délinquants un suivi hautement spécialisé afin d’agir de manière préventive en matière de protection des victimes.

La conférence de presse se tiendra le  3 mai 2012 à09.30h à l'HôtelNOVOTEL Luxembourg / Kirchberg  - Salle « Philippe » 6, rue Fort Niedergrünewald/Quartier Européen Nord/Plateau de Kirchberg/L-2226 Luxembourg.

Participants à la conférence de presse seront e.a. Monsieur Prof. Stefan Braum (Université Luxembourg),  Madame Anne-Catherine Thill (MAE), Monsieur Jan Kossack (Psychologue, Service des Consultations et Évaluations psycho-criminologiques - Forensische Fachambulanz - de l'asbl).

 

Prof. Stefan Braum

Président BIOS-LU

 

Pressemitteilung des BVG vom 18.1.2012

Bundesverfassungsgericht - Pressestelle - Pressemitteilung Nr. 2/2012 vom 18. Januar 2012

Urteil vom 18. Januar 2012
2 BvR 133/10


 


Zur Privatisierung des Maßregelvollzugs: Regelung der Anordnung von Sicherungsmaßnahmen durch private Pflegekräfte nach dem hessischen Maßregelvollzugsgesetz verfassungsgemäß




Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerde eines
Maßregelvollzugspatienten zurückgewiesen, der sich gegen die Anordnung
und Durchführung einer besonderen Sicherungsmaßnahme (Einschluss) durch
Bedienstete einer privatisierten Maßregelvollzugseinrichtung wandte.

Über den Sachverhalt informiert die Pressemitteilung Nr. 51/2011 vom 17.
August 2011. Sie kann auf der Homepage des Bundesverfassungsgerichts
(www.bundesverfassungsgericht.de) eingesehen werden.

Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts hat entschieden, dass die
Eingriffsgrundlage des § 5 Abs. 3 des hessischen
Maßregelvollzugsgesetzes (HessMVollzG), der Bedienstete auch
privatisierter Maßregelvollzugseinrichtungen ermächtigt, bei Gefahr im
Verzug vorläufig besondere Sicherungsmaßnahmen gegen einen im
Maßregelvollzug Untergebrachten anzuordnen, mit dem Grundgesetz
vereinbar ist.

Der Entscheidung liegen im Wesentlichen folgende Erwägungen zugrunde:

Die gegen den Beschwerdeführer ergriffene Sicherungsmaßnahme beruht auf
einer verfassungskonformen Ermächtigungsgrundlage.

1. Die Vorschrift des § 5 Abs. 3 HessMVollzG verstößt, indem sie auch
Bediensteten privater Träger von Maßregelvollzugseinrichtungen
Vollzugsaufgaben überträgt, nicht gegen den Grundsatz des
Funktionsvorbehalts (Art. 33 Abs. 4 GG), nach dem die Ausübung
hoheitsrechtlicher Befugnisse als ständige Aufgabe „in der Regel“
Angehörigen des öffentlichen Dienstes, die in einem
öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis stehen, d. h.
Beamten, vorbehalten ist.

Zwar gilt Art. 33 Abs. 4 GG auch für den Fall der Übertragung
hoheitlicher Aufgaben auf Private. Die in § 5 Abs. 3 HessMVollzG
vorgesehene Befugnis zur vorläufigen Anordnung besonderer
Sicherungsmaßnahmen erweist sich jedoch als zulässige Ausnahme vom
Grundsatz des Funktionsvorbehalts.

Abweichungen von diesem Grundsatz müssen durch einen spezifischen, dem
Sinn der Ausnahmemöglichkeit entsprechenden Ausnahmegrund gerechtfertigt
sein. Sie können nicht allein mit dem fiskalischen Gesichtspunkt
begründet werden, dass eine Aufgabenwahrnehmung durch Nichtbeamte den
öffentlichen Haushalt entlasten würde. Jedoch kann berücksichtigt
werden, ob eine Tätigkeit Besonderheiten aufweist, deretwegen Kosten und
Sicherungsnutzen des Einsatzes von Berufsbeamten hier in einem anderen -
deutlich ungünstigeren - als dem nach Art. 33 Abs. 4 GG im Regelfall
vorauszusetzenden Verhältnis stehen.

Hieran gemessen kann ein Verstoß gegen Art. 33 Abs. 4 GG nicht
festgestellt werden. Die gewählte Privatisierungslösung zielt auf die
Erhaltung des organisatorischen Verbundes der
Maßregelvollzugseinrichtungen und der sonstigen bei den jeweiligen
Trägern zusammengefassten psychiatrischen Einrichtungen. Die Erhaltung
dieses Verbundes soll durch Synergieeffekte sowie verbesserte
Personalgewinnungs-, Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten gerade
der Qualität des Maßregelvollzuges zugute kommen. Die Einschätzung, dass
diese Vorzüge der Einbeziehung des Maßregelvollzuges in den
privatisierten Verbund nicht mit spürbaren Nachteilen im Hinblick auf
die - besonders im Kernbereich hoheitlicher Staatsaufgaben unabdingbare
- Sicherung qualifizierter und gesetzestreuer Aufgabenwahrnehmung
erkauft worden sind, ist angesichts vorhandener Erfahrungen mit der
Inanspruchnahme der Ausnahmemöglichkeit des Art. 33 Abs. 4 GG im
Maßregelvollzug und angesichts der institutionellen Ausgestaltung der

erfolgten Privatisierung vom Einschätzungsspielraum des Gesetzgebers und
der für die Festlegung der vertraglichen Rahmenbedingungen
verantwortlichen Regierung gedeckt.

Zum einen ist die Privatisierung der hessischen
Maßregelvollzugseinrichtungen eine rein formelle. Die privaten
Maßregelvollzugskliniken bleiben vollständig in der Hand eines
öffentlichen Trägers, des Landeswohlfahrtsverbandes, und sind damit von
erwerbswirtschaftlichen Motiven und Zwängen freigestellt. Eine
Auslieferung der Vollzugsaufgabe an Kräfte und Interessen des
privatwirtschaftlichen Wettbewerbs, die den gesetzlichen Vollzugszielen
und der Wahrung der Rechte der Untergebrachten systemisch zuwiderlaufen
können, findet nicht statt. Die Verpflichtung der öffentlichen Hand, die
aufgabengemäße Ausstattung der Maßregelvollzugseinrichtungen zu
gewährleisten, wird in keiner Weise berührt. Die personellen und
sachlichen Ressourcen, von denen die Möglichkeit eines rechts- und
insbesondere grundrechtskonformen Vollzuges wesentlich abhängt, sind den
privatisierten Trägern der Maßregelvollzugseinrichtungen in gleicher
Weise gewährleistet, wie das bei einer formell öffentlichen Einrichtung
der Fall wäre. Für den bei Einsatz von Nichtbeamten im Maßregelvollzug
nicht auszuschließenden Fall eines Streiks kann und muss die gebotene
Vermeidung unverhältnismäßiger Beeinträchtigungen Dritter durch
Notdienste sichergestellt werden. Ferner sind die den Maßregelvollzug
betreffenden Rechtspflichten der privaten Einrichtungen und ihrer
Bediensteten durch weitreichende Steuerungsbefugnisse des öffentlichen
Aufgabenträgers in einer den Verhältnissen bei formell
öffentlich-rechtlicher Organisation gleichwertigen Weise gesichert.

2. § 5 Abs. 3 HessMVollzG verstößt nicht gegen die
verfassungsrechtlichen Anforderungen an die demokratische Legitimation
hoheitlichen Handelns.

Diese muss in personeller und sachlich-inhaltlicher Hinsicht ein
insgesamt ausreichendes Niveau erlangen. Die Beleihung Privater darf
nicht zu einer Flucht aus der staatlichen Verantwortung führen. Die
Einschätzung des Gesetzgebers, dass dieser Verantwortung unter den
gesetzten Rahmenbedingungen ausreichend Rechnung getragen ist, muss sich
in der Realität bewahrheiten. Die staatliche
Gewährleistungsverantwortung für die ordnungsgemäße Aufgabenerfüllung
schließt daher, auch für das Parlament, eine entsprechende
Beobachtungspflicht ein. Dies erfordert unter anderem, dass die
Möglichkeiten parlamentarischer Kontrolle der Aufgabenwahrnehmung
unbeeinträchtigt bleiben.

Das danach erforderliche Legitimationsniveau ist für die im hessischen
Maßregelvollzug zu treffenden grundrechtseingreifenden Entscheidungen
ausreichend gewährleistet. Der Leiter der jeweiligen Einrichtung und die
weiteren Ärzte mit Leitungsfunktion sind dadurch personell legitimiert,
dass sie als Beschäftigte des Landeswohlfahrtsverbandes von einer
öffentlichen Körperschaft bestellt werden. Die Anstellung der
Bediensteten der privaten Maßregelvollzugseinrichtung steht dadurch in
einem Legitimationszusammenhang, dass dem seinerseits personell
legitimierten Leiter nach dem Beleihungsvertrag für die Stellenbesetzung
ein Vorschlagsrecht zusteht und die Geschäftsführung der privaten
Einrichtung an seine fachliche Beurteilung gebunden ist.

Sachlich-inhaltlich ist die Aufgabenwahrnehmung durch die privatisierten
Einrichtungsträger und die dort tätigen Personen durch deren Bindung an
das Gesetz in Verbindung mit umfassenden Weisungsbefugnissen der
verantwortlichen öffentlichen Träger - bei gleichzeitigem Ausschluss von
Weisungen der Geschäftsführung des privaten Trägers im
Zuständigkeitsbereich des Leiters der Einrichtung - legitimiert. Die
vorgesehene Fachaufsicht ist nicht deshalb unzureichend, weil das
Maßregelvollzugsgesetz die für jede wirksame Aufsicht erforderlichen
Informationsgewinnungs- und Durchsetzungsmittel nicht ausdrücklich
regelt. Soweit der Beliehene durch ausdrückliche gesetzliche Regelung
einer Aufsicht des verantwortlichen öffentlichen Trägers unterworfen ist
und die Aufsichtsmittel nicht näher spezifiziert sind, kann eine solche
gesetzliche Regelung verfassungskonform nur dahin ausgelegt werden, dass
die Aufsichtsbefugnis alle zur effektiven Wahrnehmung der staat¬lichen
Gewährleistungsverantwortung erforderlichen Informationsbeschaffungs-
und Durchsetzungsbefugnisse einschließt.

Die Aufgabenwahrnehmung der zuständigen Aufsichtsbehörden, die zu
effektiver Aufsicht über die beliehenen Privaten nicht nur berechtigt,
sondern auch verpflichtet sind, steht ihrerseits in dem notwendigen
demokratischen Legitimationszusammenhang. Dieser ist weder durch eine
Geheimhaltung vertraglicher Ausgestaltungen der Aufgabenwahrnehmung noch
durch sonstige Beschränkungen der parlamentarischen
Kontrollmöglichkeiten unterbrochen oder beeinträchtigt.

Weiter ist zu berücksichtigen, dass die Bediensteten der privaten
Maßregelvollzugsklinik nach § 2 Satz 6 HessMVollzG
grundrechtseingreifende Tätigkeiten nur insoweit ausführen dürfen, als
diese durch Weisungen der Leitungspersonen so programmiert sind, dass
keine Ermessensspielräume verbleiben oder im Einzelfall verbleibende
Ermessensspielräume durch Angehörige der Leitungsebene ausgefüllt
werden. Soweit § 5 Abs. 3 HessMVollzG Bedienstete der privaten
Einrichtung zu vorläufigen Sicherungsmaßnahmen ermächtigt, verbleibt
allenfalls ein schmaler Ermessensbereich und unterliegt die Ausfüllung
des Beurteilungsspielraums durch die gesetzliche Pflicht der
Bediensteten zur unverzüglichen Unterrichtung des Einrichtungsleiters
einer präventiv wirksamen Rückkoppelung an dessen Weisungsgewalt a

Pressemitteilung der SPD-Kiel vom 8.12.2011

Jürgen Weber:

 

Kieler „Sektion für Sexualmedizin“ offensichtlich vor dem Aus!

 

Zur Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur Situation der sexualmedizinischen

Forschung und Lehre in Schleswig-Holstein erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der

SPD-Landtagsfraktion, Jürgen Weber, MdL:

 

 

Aus den Antworten auf meine Kleine Anfrage (Drs. 17/2033) geht deutlich hervor, dass die

Landesregierung kein Interesse am Fortbestand der renommierten Sektion für Sexualmedizin

am UKSH hat. Die durch Kürzungsmaßnahmen der Universität stark gefährdete Einrichtung

steht jetzt offenbar vor ihrer Zerschlagung. Obwohl sich die Landesregierung mit den Erfolgen

der Arbeit von Prof. Bosinski und seinem Team bei der Therapie von Sexualstraftätern und

Prävention zuletzt im „3. Opferschutzbericht für Schleswig-Holstein“ schmückt, ist weder

Wissenschaftsminister Jost de Jager, noch Justizminister Emil Schmalfuß bereit, auch nur einen

Finger für den Erhalt dieser wichtigen Forschungs- und Therapieeinrichtung krumm zu machen.

tattdessen wird die Verantwortung auf das UKSH und die Christan-Albrechts-Universität

geschoben. Prof. Bosinski und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben offensichtlich ab

Ende des Jahres keine Perspektive mehr.

Mit Bestürzung nehme ich zudem die fortgesetzte Untätigkeit der Landesregierung bei der

Umsetzung der Vorgaben für Begutachtung und Therapie von Sexualstraftätern aus dem Urteil

des Bundesverfassungsgerichts zur Sicherungsverwahrung zur Kenntnis.

Auf die Frage, wie der Bedarf an forensischen Gutachterinnen und Gutachtern sowie

Therapeutinnen und Therapeuten durch Aus- und Fortbildung in Schleswig-Holstein künftig

gedeckt werden kann, antwortet die Landesregierung lapidar: „Die Landesregierung hat

bezüglich dieser bundesweit eintretenden Veränderung noch keine Entscheidung getroffen“.

 

 Schlafen Sie weiter, meine Herren!“

 

 

Web-Anschrift: www.spd.ltsh.de

 

Pressemitteilung NEUSTART gGmbH

 

PRESSEMITTEILUNG

 

 

„Möglichkeiten und Grenzen der Rückfallvermeidung im Umgang mit extrem gewalttätigen Straftätern –

NEUSTART Fachveranstaltung am 15.11.2011
im Landgericht Freiburg“

 

Freiburg, 8.11.2011 – Der Umgang mit Sexual- und Gewaltstraftätern, die eine hohe Rückfallwahrscheinlichkeit aufweisen, konfrontiert die Bewährungshilfe mit großen Anforderungen, wie u.a. die öffentliche Diskussion erkennen lässt, die seit Beschluss des Europäischen Gerichtshofs für Menschrechte (EGMR), vormals sicherungsverwahrte Straftäter freizulassen, geführt wird. Die entstandene Debatte abstrahiert jedoch weitgehend davon, dass – parallel zu den im Sommer 2010 entlassenen sieben Sicherungsverwahrten – allein im Einzugsbereich der NEUSTART Einrichtung Freiburg über 230 Klienten betreut werden, die unter Führungsaufsicht stehen und teilweise ähnlich gravierende Problemlagen aufweisen wie jene Personen, die aus der Sicherungsverwahrung entlassen wurden.

 

Kontinuierlicher Anstieg von Führungsaufsichtsklienten

Die Anzahl der Führungsaufsichtsklienten der NEUSTART Einrichtung Freiburg (Landgerichtsbezirke Freiburg, Offenburg und Waldshut-Tiengen) ist den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Waren es am 30.09.2009 noch 165 Personen, sind es aktuell 237 Personen, die eine Intensivbetreuung in der Bewährungshilfe benötigen. Das Aufgabenfeld der Bewährungshilfe bedingt zunehmend eine enge Kooperation mit Polizei, Therapie- und Suchtberatungseinrichtungen, um auch bei Klienten mit außergewöhnlicher Problembelastung Rückfallkriminalität auf ein Minimum zu reduzieren. Das Instrument der „Führungsaufsicht“ ist dabei entscheidend, berücksichtigt es doch – seit seiner gesetzlichen Novellierung im Jahr 2007 – verbindliche Vorgaben und Präventionsmaßnahmen, die sich positiv auf die Resozialisierung schwerer Straftäter auszuwirken versprechen, so z.B. professionelles Übergangsmanagement aus dem Strafvollzug in die Bewährungshilfe, forcierter Aus- und Aufbau forensischer Ambulanzen u.a.m.

 

NEUSTART Fachveranstaltung zu Risikomanagement und Führungsaufsicht am 15.11.2011 im Landgericht Freiburg

Welche Möglichkeiten der Kooperation in diesem schwierigen Arbeitsfeld dazu beitragen können, Risiken für einschlägige Rückfälligkeit zu reduzieren, ist Gegenstand der Fachdiskussion, die am 15.11.2011, moderiert von Georg Royen, Vorsitzender des Bezirksvereins für soziale Rechtspflege Freiburg, im Landgericht Freiburg stattfinden wird.

Beginn: Dienstag, 15. November 2011, 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: Landgericht Freiburg, EG Saal I, Salzstraße 17, 79098 Freiburg

Anmeldung: Ursula Kopf, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ,
Tel. 0761 595 79 71-18

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen:

 

 

Anmeldung:

             Ursula Kopf

Dreisamstraße 9a

79098 Freiburg

Tel. 0761 595 79 71-18

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Peter Wack

Einrichtungsleiter

Dreisamstraße 9a

79098 Freiburg

Tel. 0761 595 79 71-20

Mobil 0177 838 84 00

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

KURZPROFIL NEUSTART GEMEINNÜTZIGE GMBH(Baden-Württemberg)

 

Mit dem 01.01.2007 betraute das Land Baden-Württemberg die NEUSTART gemeinnützige GmbH mit der Durchführung der Bewährungshilfe, Gerichtshilfe und des Täter-Opfer-Ausgleichs. Der finalen Entscheidung des Landes für NEUSTART ging ein zweijähriges, regional begrenztes Pilotprojekt in Stuttgart und Tübingen voran (01.01.2005 - 31.12.2006), das – wie die landesweite Übertragung – das Resultat einer europaweiten Ausschreibung bildete.

 

Die 2004 gegründete NEUSTART gemeinnützige GmbH ist eine hundert-prozentige Tochter des Verein NEUSTART in Österreich, der seit über
50 Jahren justiznahe Sozialarbeit durchführt.

 

Das Leitbild von NEUSTART orientiert sich an drei zentralen Grundsätzen: Vergangenheit – verarbeiten, Gegenwart – bewältigen, Zukunft – sichern. Diese Prinzipien bestimmen das Selbstverständnis und Handeln der derzeit rund 440 haupt- und 490 ehrenamtlichen NEUSTART Mitarbeiter in Baden-Württemberg, die zirka 20.500 Klienten in der Bewährungshilfe betreuen. Im Kontext der Gerichtshilfe werden jährlich 2.600 Erhebungen durchgeführt. Zudem wird in 1.100 Fällen des Täter-Opfer-Ausgleichs interveniert. Die Mitarbeiter leisten damit einen entscheidenden Beitrag, Schutz vor Kriminalität – ihren gesellschaftlichen Folgen und Wechselwirkungen – zu gewährleisten.

 

Einheitliche Qualitätsstandards für alle Leistungen der Bewährungs- und Gerichtshilfe sowie des Täter-Opfer-Ausgleichs und die forcierte Einbeziehung ehrenamtlicher Bewährungshelfer zählen für NEUSTART zu den Garanten einer erfolgreichen Resozialisierung straffällig gewordener Menschen.

 

Landesweit existieren neun Einrichtungen (Freiburg, Heilbronn, Karlsruhe, Mannheim, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Stuttgart, Ulm), deren Organisationskonzepte auch den spezifisch regionalen Besonderheiten ihrer Klientel Rechnung tragen. Die Geschäftszentrale selbst ist in Stuttgart situiert. Geschäftsführer sind Dipl.-Ök. Volkmar Körner (Wirtschaftliche Angelegenheiten) und Georg Zwinger (Sozialarbeit und Organisation der Einrichtungen).

 

Weitere Informationen zu NEUSTART gemeinnützige GmbH finden Sie unter www.neustart.org

 

 

Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wurde bei allen Formulierungen auf eine geschlechterdifferenzierende Schreibweise verzichtet. Sämtliche Funktionsbezeichnungen und/oder Fachbegriffe wie Klienten, Sozialarbeiter, Mitarbeiter und so weiter sind geschlechtsneutral aufzufassen und berücksichtigen grundsätzlich in gleichem Maße die für Frauen und Männer relevanten Aspekte im Kontext des behandelten Themas.

Pressemitteilung vom 15.07.2011

Neuer Therapieansatz für Gewalt- und Sexualstraftäter vorgestellt

Notiz zur Pressekonferenz am 15. Juli 2011 in Karlsruhe


Das Projekt: Die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e. V. richtet in den Vollzugsanstalten Adelsheim und Offenburg in Abstimmung mit dem Justizministerium Baden-Württemberg zwei neue BIOS-Behandlungsabteilungen ein, in denen heranwachsende und erwachsene Gewalt- oder Sexualstraftäter mit einem neuen Ansatz psychologisch behandelt werden. Zielgruppe sind Strafgefangene, die eine erhöhte Rückfälligkeit aufweisen und für die ein intensiver gruppen- und einzeltherapeutischer Behandlungsbedarf besteht. Der gemeinnützige Verein wird dabei von der ebenfalls gemeinnützigen Manfred Lautenschläger-Stiftung unterstützt.

Hintergrund: Durch konsequente psychotherapeutische Behandlung lassen sich die Rückfallquoten bei Gewalt- und Sexualstraftätern um bis zu 60 Prozent reduzieren. Dies ergab eine aktuelle Studie des Amtes für Justizvolllzug des Kantons Zürich. Die Angebote wirken sich zudem positiv auf die öffentlichen Finanzen aus: Ohne diese Therapieangebote hätte der Kanton Zürich mehr als das Doppelte der jährlichen Kosten für den Psychiatrisch Psychologischen Dienst (PPD) aufwenden müssen – vor allem für Haftmehrkosten, Opferschutz und stationäre Klinikaufenthalte der Täter. Mit den beiden neuen BIOS-Behandlungsabteilungen in Adelsheim und Offenburg sind entsprechende erfolgreiche Ansätze jetzt auch in Deutschland geplant. Beide Projekte werden neben den vier bereits bestehenden BIOS-Behandlungsabteilungen in die wissenschaftliche Begleitforschung der Universität Heidelberg einbezogen.



Vertreter auf dem Podium

- Klaus Böhm, Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe und 1. Vorsitzender der Behandlungsabteilung Opferschutz (BIOS-BW) e. V.:
„Die neuen BIOS-Behandlungsabteilungen sind bis dato bundesweit einzigartige Leuchtturmprojekte. Ich danke Dr. Manfred Lautenschläger, dass seine Stiftung die beiden Projekte in Offenburg und Adelsheim finanziell unterstützt.“

- Dr. h. c. Manfred Lautenschläger, Gründer der Manfred Lautenschläger-Stiftung, erläuterte die Beweggründe für das Spendenengagement seiner Stiftung.

- Markus Klein, Therapeutischer Leiter der Forensischen Ambulanz Baden, präsentierte die ambulante Nachsorge der aus den BIOS-Behandlungsabteilungen entlassenden Täter und schilderte den Kostenaufwand dafür.
„Um die Rückfallwahrscheinlichkeit von Gewalttätern nachhaltig zu mindern, ist eine ambulante Nachsorge besonders wichtig. In der Forensischen Ambulanz Baden ist beispielsweise bei derzeit 250 laufenden Behandlungen in den vergangenen drei Jahren noch kein Täter bekanntermaßen einschlägig rückfällig geworden.“

- Maida Dietlein, stellvertretende Leiterin der JVA Adelsheim und Volker Kersting, geschäftsführender Sozialarbeiter JVA Offenburg, stellten die beiden Projekte im Detail vor.



Die Projekte im Detail

BIOS-Behandlungsabteilung in der JVA Adelsheim

Zielgruppe: Unsichere und gehemmte junge Strafgefangene, die wegen dieser psychischen Disposition entweder straffällig geworden oder auch während des Strafvollzugs Opfer von Übergriffen anderer Strafgefangener geworden sind.

Arbeitsbeginn:       September 2011

Die Justizvollzugsanstalt Adelsheim ist mit 474 Haftplätzen die zentrale Jugendstrafanstalt in Baden-Württemberg. Sie vollzieht hauptsächlich Jugendstrafen an jungen männlichen Gefangenen. Rund die Hälfte der Insassen verbüßt eine Jugendstrafe wegen eines Gewaltdelikts. Nahezu 50 Prozent der Insassen besitzen einen Migrationshintergrund. Nachdem auch innerhalb der Anstalt zahlreiche tätliche Übergriffe unter Gefangenen auftraten, hatte die Anstalt zusammen mit der Führungsakademie Baden-Württemberg Ende 2009 eine Wertanalyse zu diesem Thema durchgeführt. Im Anschluss daran entwickelte die Anstalt für einen Teilbereich (zwei Unterkunftshäuser im intern gelockerten Vollzug) ein neues Erziehungskonzept mit differenzierten pädagogischen und psychotherapeutischen Inhalten.

Ein wichtiges Element dieser neuen Konzeption bildet das gruppenpsychotherapeutische Training sozialer Kompetenz. 25 bis 30 Prozent der betroffenen jungen Gefangenen gelten als sozial schwach bzw. überfordert und inkompetent (ängstlich, unsicher, zurückhaltend, gehemmt, durchsetzungsschwach) - mit tendenziell passivem und defensivem Verhalten und somit unfähig, Konflikte angemessen zu lösen. Aus psychologischer Sicht erscheint Delinquenz unter diesem Aspekt häufig als missglückte, nonkonforme, wenig realitätsgerechte, letztlich erfolglose Kompensation einer Selbstwertproblematik mit frühen Mangel- und Verlusterfahrungen.

In den gruppen- und einzeltherapeutischen Sitzungen (Dauer jeweils drei Monate) werden den Strafgefangenen soziale Fertigkeiten vermittelt, die bei bislang unsicheren, gehemmten jungen Strafgefangenen für das Leben in einer Gemeinschaft erforderlich sind. Die jungen Strafgefangenen lernen hierbei erfolgreich und selbstsicher zu kommunizieren, Strategien zur Problemlösung zu entwickeln und angemessen mit Ärger und Enttäuschung umzugehen.

Die Teilnahme ist auf 8 bis 10 Gefangene begrenzt. Neben einer wöchentlichen Gruppensitzung erhält jeder Teilnehmer psychotherapeutische Einzelgespräche. Ein Trainingskurs dauert 3 Monate.




BIOS-Behandlungsabteilung in der JVA Offenburg

Zielgruppe: Gewalt- und Sexualstraftäter, die neben einer die Tat mitverursachenden Persönlichkeitsstörung auch eine Suchtmittelproblematik aufweisen.

Arbeitsbeginn: November / Dezember 2011

In der JVA Offenburg ist  - wie in vielen Justizvollzugsanstalten - eine hohe Anzahl an Menschen mit einer Suchtmittelproblematik inhaftiert. Allein der Anteil an Gefangenen mit einer Problematik im Bereich illegaler Drogen wird auf mindestens 25 Prozent geschätzt. Der Begriff „Problematik“ umfasst das Feld von leichterem missbräuchlichem Konsum bis hin zu Schwerstabhängigkeit mit Chronifizierung. Bei vielen Gefangenen steht die Suchtmittelproblematik in einem engen Zusammenhang mit der Straffälligkeit. Resozialisierungsbemühungen müssen diesen Zusammenhang berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund wird durch BIOS eine Behandlungsabteilung für Gefangene mit einer Suchtmittelproblematik und einer einschlägigen Vorstrafe eingerichtet.

Einmal wöchentlich wird eine suchtspezifische Gruppensitzung stattfinden, daneben psychologische Einzelgespräche, die die Gruppensitzung flankieren und vertiefen, aber auch auf weitere persönliche Anliegen der Gefangenen eingehen. Geplant sind zwei Gruppen mit jeweils 10 Gefangenen und einer Behandlungsdauer von ca. einem Jahr.


Über BIOS
Die Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e. V. setzt sich landesweit für die Verhinderung von Straftaten ein. Neben zahlreichen einzeltherapeutischen Maßnahmen unterstützt der gemeinnützige Verein bereits in den Justizvollzugsanstalten Mannheim, Heimsheim, Heilbronn und Bruchsaal vier BIOS-Behandlungsabteilungen, in denen gefährliche Gewalt- und Sexualstraftäter psychologisch behandelt werden. Außerdem unterhält er die Forensische Ambulanz Baden (FAB).
Weitere Informationen unter www.bios-bw.de.

Über die Manfred Lautenschläger-Stiftung
Die gemeinnützige Manfred Lautenschläger-Stiftung wurde 2002 vom MLP-Gründer Manfred Lautenschläger ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, durch Wissenschaft und Innovation das Leben der Menschen in unserer Gesellschaft zu verbessern. Im Fokus stehen Völkerverständigung, die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen und die Forschungsförderung. Mit Hilfe der Stiftung konnte beispielsweise am Universitätsklinikum Heidelberg die Angelika-Lautenschläger-Kinderklinik als eines der modernsten Kinderkrankenhäuser in Europa realisiert oder die Forschungsarbeit am Deutschen Krebsforschungszentrum entscheidend weiterentwickelt werden. Weitere Informationen unter
www.ml-stiftung.de
.

 

Freundliche Grüße

Klaus Böhm
1. Vorsitzender der Behandlungsabteilung Opferschutz (BIOS-BW) e. V








 

Neuer Therapieansatz für Gewalttäter - Einladung zur Pressekonferenz am 15. Juli

Einladung zur Pressekonferenz: 15. Juli 2011 in Karlsruhe

Sehr geehrte Damen und Herren,

um mehr als 60 Prozent lässt sich die Rückfallquote bei Gewalt- und Sexualstraftätern durch konsequente psychotherapeutische Behandlung senken. Das ergab eine aktuelle Studie des Amtes für Justizvollzug des Kantons Zürich. Darüber hinaus wirken sich die Angebote positiv auf die öffentlichen Finanzen aus: Ohne diese Therapieangebote hätte der Kanton mehr als das Doppelte der jährlichen Kosten für den Psychiatrisch Psychologischen Dienst (PPD) aufwenden müssen – vor allem für Haftmehrkosten, Opferschutz und stationäre Klinikaufenthalte der Täter.

Entsprechende erfolgreiche Ansätze sind jetzt auch in Deutschland geplant: Die Behandlungs-Initiative Opferschutz (BIOS-BW) e. V. richtet in den Vollzugsanstalten Adelsheim und Offenburg in Abstimmung mit dem Justizministerium Baden-Württemberg zwei neue BIOS-Behandlungsabteilungen ein, in denen heranwachsende und erwachsene Gewalt- oder Sexualstraftäter mit einem neuen Ansatz psychologisch behandelt werden. Der gemeinnützige Verein wird dabei von der ebenfalls gemeinnützigen Manfred Lautenschläger-Stiftung unterstützt. Um Ihnen diese beiden Projekte näher vorzustellen, laden wir Sie herzlich ein zur

Pressekonferenz der Behandlungs-Initiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V.
am Freitag, 15. Juli 2011 um 10.00 Uhr
Stephanienstraße 28 b (Alte Münze), 76133 Karlsruhe

Auf dem Podium sind vertreten:

-        Klaus Böhm, 1. Vorsitzender von BIOS-BW
-        Markus Klein, Therapeutischer Leiter der Forensischen Ambulanz Baden
-        Dr. Manfred Lautenschläger, Gründer der Manfred Lautenschläger-Stiftung

Vertreter der Vollzugsanstalten Adelsheim und Offenburg werden ebenfalls vor Ort sein.

Bitte geben Sie uns per Mail an k.boehm{at}bios-bw.de oder unter der Rufnummer 0152-09050251 Bescheid, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen. Weitere Informationen zu den Projekten der Behandlungs-Initiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. finden Sie unter www.bios-bw.de und zu den Projekten der Manfred Lautenschläger-Stiftung unter www.manfred-lautenschlaeger-stiftung.de.

Über BIOS
Die Behandlungs-Initiative Opferschutz (BIOS-BW) e. V. setzt sich landesweit für die Verhinderung von Straftaten ein. Neben zahlreichen einzeltherapeutischen Maßnahmen unterstützt der gemeinnützige Verein bereits in den Justizvollzugsanstalten Mannheim, Heimsheim, Heilbronn und Bruchsaal vier BIOS-Behandlungsabteilungen, in denen gefährliche Gewalt- und Sexualstraftäter psychologisch behandelt werden. Außerdem unterhält er die Forensische Ambulanz Baden, die größte freie Ambulanz Deutschlands.

Über die Manfred Lautenschläger-Stiftung
Die gemeinnützige Manfred Lautenschläger-Stiftung wurde 2002 vom MLP-Gründer Manfred Lautenschläger ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, durch Wissenschaft und Innovation das Leben der Menschen in unserer Gesellschaft zu verbessern. Im Fokus stehen Völkerverständigung, die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen und die Forschungsförderung. Mit Hilfe der Stiftung konnte beispielsweise am Universitätsklinikum Heidelberg die Angelika-Lautenschläger-Kinderklinik als eines der modernsten Kinderkrankenhäuser in Europa realisiert oder die Forschungsarbeit am Deutschen Krebsforschungszentrum entscheidend weiterentwickelt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Böhm
1. Vorsitzender der Behandlungs-Initiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V.

Hier als PDF

Pressmitteilung des OLG Karlsruhe vom 20.05.2011

OBERLANDESGERICHT KARLSRUHE

PRESSESTELLE

 

PRESSEMITTEILUNG vom 18. Mai 2011

 

 

 

 

Beschwerde gegen Ablehnung der Therapieunterbringung durch das Landgericht Freiburg vom Oberlandesgericht Karlsruhe zurückgewiesen

 

Das Oberlandesgericht Karlsruhe - 14. Zivilsenat in Freiburg - hat die Entscheidung des Landgerichts

Freiburg vom 29.03.2011 - 7 O 1/11 und 7 O 2/11 - bestätigt, durch die ein Antrag der Stadt

Freiburg auf Unterbringung eines im August 2010 aus der Sicherungsverwahrung entlassenen und

seitdem polizeilich überwachten früheren Sexualstraftäters abgewiesen worden ist.

Dies wird damit begründet, dass das zum 01.01.2011 in Kraft getretene Therapieunterbringungsgesetz

jedenfalls nicht die beabsichtigte Unterbringung des Betroffenen in einem Gebäude auf

dem Anstaltsgelände der Justizvollzugsanstalt Heilbronn erlaubt, weil das Gesetz die räumliche

und organisatorische Trennung der Therapieeinrichtung von Einrichtungen des Strafvollzuges verlangt.

Ob die sonstigen Voraussetzungen für eine Unterbringung des Betroffenen nach dem Therapieunterbringungsgesetz

vorlägen, hatte das Oberlandesgericht nicht zu entscheiden.

 

Beschluss des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 20.05.2011

- 14 Wx 20/11 u. 14 Wx 24/11 -

 

§ 1 ThUG:(1) Steht auf Grund einer rechtskräftigen Entscheidung fest, dass eine wegen einer Straftat der in § 66 Absatz

3 Satz 1 des Strafgesetzbuches genannten Art verurteilte Person deshalb nicht länger in der Sicherungsverwahrung

untergebracht werden kann, weil ein Verbot rückwirkender Verschärfungen im Recht der Sicherungsverwahrung zu

berücksichtigen ist, kann das zuständige Gericht die Unterbringung dieser Person in einer geeigneten geschlossenen

Einrichtung anordnen, wenn

1. sie an einer psychischen Störung leidet und eine Gesamtwürdigung ihrer Persönlichkeit, ihres Vorlebens und ihrer

Lebensverhältnisse ergibt, dass sie infolge ihrer psychischen Störung mit hoher Wahrscheinlichkeit das Leben, die körperliche

Unversehrtheit, die persönliche Freiheit oder die sexuelle Selbstbestimmung einer anderen Person erheblich

beeinträchtigen wird, und

2. die Unterbringung aus den in Nummer 1 genannten Gründen zum Schutz der Allgemeinheit erforderlich ist.

(2) Absatz 1 ist unabhängig davon anzuwenden, ob die verurteilte Person sich noch im Vollzug der Sicherungsverwahrung

befindet oder bereits entlassen wurde.

§ 2 ThUG: Für die Therapieunterbringung nach § 1 sind nur solche geschlossenen Einrichtungen geeignet, die

1. wegen ihrer medizinisch-therapeutischen Ausrichtung eine angemessene Behandlung der im Einzelfall vorliegenden

psychischen Störung auf der Grundlage eines individuell zu erstellenden Behandlungsplans und mit dem Ziel einer möglichst

kurzen Unterbringungsdauer gewährleisten können,

2. unter Berücksichtigung therapeutischer Gesichtspunkte und der Sicherheitsinteressen der Allgemeinheit eine die

Untergebrachten so wenig wie möglich belastende Unterbringung zulassen und

3. räumlich und organisatorisch von Einrichtungen des Strafvollzuges

QR-Code dieser Seite