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Protokoll der Mitgliederversammlung vom 1.12.2012

Mitgliederversammlung

 am 1. Dezember 2011 in der Stephanienstraße 28b (AlteMünze) • 76133 Karlsruhe
Protokoll

Beginn 15.30 Uhr

RiOLG Klaus Michael Böhm begrüßte die anwesenden Mitglieder und Gäste in den neuen
Vereinsräumen in der „Alten Münze“ in Karlsruhe.

Ausdrücklich begrüßte er Frau Marilies Wien, dankte ihr für die Überlassung von mehreren
Bildern aus ihrem Werk und eröffnete die erste Kunstausstellung in den neuen Vereinsräumen.

Im Anschluss stellte er den Referenten des Gastvortrags, Herrn Prof. Dr. Peter Fiedleraus Heidelberg,
vor, welcher sodann seinen Gastvortrag zum Thema

Kognitive Defizite und kognitive Störungen bei Sexualdelinquenten

hielt.

Im Anschluss hieran wurde um 16.30 Uhr in die Mitgliederversammlung zu folgenden
Tagesordnungspunkten eingetreten:

TOP  1: Wahl eines Protokollführers

Zum Protokollführer wurde Herr Dipl.Psych. Markus Kleineinstimmig, bei einer Enthaltung, gewählt.

TOP 2: Bestimmung eines Versammlungsleiters

Zum Versammlungsleiter wurde RiOLG Klaus Böhmebenso einstimmig, bei einer Enthaltung, gewählt.
 

TOP 3: Bericht des 1. Vorsitzenden

Herr RiOLG Klaus Böhm fasste in seinem Bericht das vergangene Jahr und dessen Entwicklung zusammen.
Unter anderem berichtete er über die Eröffnung zwei neuer BIOS-Behandlungsabteilungen, nämlich der

• Behandlungsgruppe in der JVA Adelsheim für selbstwertgeminderte Strafgefangene

• Behandlungsgruppe in der JVA Offenburg für Sexual- und Gewaltstraftäter, die zusätzlich noch eine
   Suchtmittelauffälligkeit in ihrer Genese aufweisen.  

Er erläuterte, dass beide Behandlungsgruppen durch die Manfred Lautenschläger-Stiftung finanziert würden
und dankte dem Sponsor ausdrücklich.

Weiter informierte Herr Böhm über den im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Konstanzer Puppenbühne
durchgeführten Aktionstag gegen sexuellen Missbrauch und die Ausstattung von Kindergärten und
Grundschulen in Karlsruhe und Umgebung mit insgesamt 1617 Pfoten Weg! - der Film DVDs.

Ferner informierte er über den Beginn des BIOS-Fortbildungscurriculums „Psychotherapie mit Straftätern“
im Herbst 2011.

Des weiteren seien zwei neue FAB-Behandlungsstützpunkte in den Räumen der Neustart gGmbH
in Pforzheim und in Freiburg eröffnet worden.


Über die Belegungssituation der FAB teilte Herr Böhm mit, dass zur Zeit in der FAB ca. 300 Patienten
betreut würden, darunter ca. 40 sog. Tatgeneigte, 50 Opfer im Rahmen einer Akutversorgung ihrer
Traumata, 50 Bewährungs- und über 40 Führungsaufsichtsfälle. Daneben gäbe es noch eine Vielzahl
von Straftätern, die von den Therapeuten unmittelbar über den Fonds Psychotherapie und Bewährung
abgerechnet werden könnten und in der FAB ihre Behandlung erhalten.

Weiter berichtete Herr Böhm, dass innerhab der FAB 2011 mit einer noch nicht abgeschlossenen
Neuorganisation der Verwaltung begonnen worden sei. So seien zwei Rechtspflegerinnen für die FAB
nunmehr in Form eines Mini-Jobs tätig, welche die Verwaltung der „Auslagen in Rechtssachen-Fälle“
(§§ 56, 57 StGB) übernommen hätten. Ebenso sei Frau Oppen seit Oktober als Sekretärin auf gleicher
Basis für die FAB tätig. Eine Aufstockung auf eine Halbtagsstelle werde insoweit angestrebt.

Ferner seien 2011 erstmals drei Psychologen mit einem regulären Arbeitsvertrag eingestellt worden
(zwei halbe und eine viertel Stelle), welche sich um die neu gegründeten Behandlungsgruppen und
um die Verwaltung und Therapie von Führungsaufsichtsfällen kümmern. Sollte es finanziell möglich sein,
müsse das Team im Jahr 2012 durch den/die dringend benötigte/n Geschäftsführer/in verstärkt werden.

Zum Schluss seines Berichtes gab Herr Böhm noch einen Ausblick auf das Jahr 2012, der in eine Bitte
zur aktiven Unterstützung des Vereins endete.

Top 4: Bericht der Vorstandsmitglieder über ihre Zuständigkeitsbereiche

Zu diesem Punkt gab es keine Wortmeldungen.

TOP 5: Bericht des Kassenwarts

Hierzu berichtete Herr Richter am Landgericht Werner über das Geschäftsjahr  2010, wobei der schriftliche
Kassenbericht auf Anfrage bei ihm durch die Mitglieder eingesehen werden kann.

Er führte aus, dass derzeit die finanzielle Situation des Vereins als stabil angesehen werden könne, jedoch
die Belastung vor allem durch Verwaltungsausgaben für die FAB zunehme. Auch hätten im vergangenen und
– soweit dies bereits beurteilt werden könne - auch im laufenden Jahr die erhaltenen Geldzuweisungen und
Spenden hauptsächlich für Psychotherapien und sonstige Behandlungsmaßnahmen eingesetzt werden können.

TOP 6: Bericht des Kassenprüfers

Herr Rechtsanwalt Rosenthal lobte in seiner Funktion als Kassenprüfer den transparenten, ordentlichen Bericht
des Kassenwarts und es sei so gut wie nichts zu beanstanden gewesen. Einzig die Buchführung der Sozialkasse
der FAB könne noch optimiert werden.

TOP 7: Aussprache über die Berichte

Zu diesem Punkt gab es keine Wortmeldungen.

TOP 8: Entlastung des Vorstands

Die Entlastung des Vorstandes wurde von allen anwesenden Mitgliedern einstimmig, bei drei Enthaltungen,
angenommen.

TOP 9: Wahl der Kassenprüfer

Auf Vorschlag wurde Frau Richterin am Landgericht Görlitz und Herr Rechtsanwalt Rosenthal erneut als
Kassenprüfer, bei einer Enthaltung, einstimmig gewählt.

Frau Richterin am Landgericht Görlitz nahm die Wahl sogleich an. Herr Rechtsanwalt Rosenthal, der die
Versammlung bereits vorzeitig verlassen musste, erklärte im Anschluss seine Annahme.

TOP 10: Ehrungen

Für Verdienste für den Verein wurden Frau Butz, Frau Klein, Frau Böhm, Frau Oppen und Frau Flohr unter
Übergabe eines Blumenstraußes geehrt.

TOP 11: Vorschau auf das neue Vereinsjahr mit Referaten

Zunächst erfolgte ein Vortrag von Frau Dipl.Psych. Barbara Trenkle, die über ihre vielfältige Arbeit mit
Opfern in Rahmen ihrer Tätigkeit als Opfertherapeutin der FAB berichtete. So seien im letzten Geschäftsjahr
ca. 50 Opfer in der FAB durch Kriseninterventionen behandelt worden. Aus Mangel an Kostenträgern würden
neben drei Behandlungsstunden, die bei Zuständigkeit vom Weissen Ring übernommen werden, weitere fünf
gewährte Behandlungsstunden durch den Verein finanziert.

Anschließend berichtete Herr Dipl.Psych. Dr. Scheurer über den Stand und Inhalt seiner Ausarbeitungen zur
Entwicklung des „BIOS-Moduls“ zur Anleitung von psychotherapeutischen Behandlungen von Gewalt- und
Sexualstraftätern. Diese Behandlungsanleitung solle in einzelne Behandlungsmodule aufgeteilt und vor allem
für jüngere und noch nicht in der Behandlung von Gewalt- und Sexualstraftätern erfahrene Therapeuten/-innen
eine wichtige und sinnvolle Behandlungsorientierung darstellen.

TOP 12: Verschiedenes

Zu diesem Punkt gab es keine Wortmeldungen.


Die bisher dritte Mitgliederversammlung wurde um 18.00 Uhr beendet.


Danach wurden die neuen Vereinsräume in der Alten Münze“ in Karlsruhe  mit einem geselligen
Beisammensein eingeweiht.



Karlsruhe, den 27. Januar 2012

 
Protokollführer                                     1.Vorsitzender                                                                                   
Markus  Klein                                       Klaus   Böhm                                                                                          
Dipl.Psych.

 

Den auf der Mitgliedervesammlung gehaltenen Fachvortrag von Prof. Dr. Peter Fiedler aus Heidelberg
können Sie hier als pdf-Dokument nachlesen.

 Das pdf zum Protokoll der Mitgliederversammlung finden SIe hier.

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