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3. Treffen der Nachsorgeambulanzen 2012 in Kiel

Am 30.11.2012 findet in Kiel das

 

3. Treffen der forensischen Ambulanzen – Nachsorge Strafvollzug

im Landeshaus in Kiel statt. Anbei das vorläufige Tagungsprogamm:

 

TOP 1: Begrüßung und Einführung

10:15 – 10:30 Uhr TOP 2: Grußwort Ministerin Fr. Spoorendonk

10:30 – 11:15 Uhr: TOP 3: n.n.  Zwischen Schweigepflicht und Offenbarungspflicht – juristische Aspekte, anschließend Fragen und Diskussion

11:15 – 12:00 Uhr: TOP 4: H. Rauchfall, H. Wegner: Kooperation von Strafvollzug und Forensischer Eingliederung am Beispiel des Kompass Neustadt

12:00 – 13:30 Uhr: Mittagspause

13:30 – 15:30 Uhr: TOP 5: Kleingruppen zu den Themen:

            1. Behandlungsvertrag/-vereinbarung – was ist sinnvoll und praktisch?

            2. Erfahrungen mit den Risikoeinschätzungsinsrumenten

            3. Unterbringungsmöglichkeiten für Klienten (Wohneinrichtungen, ambulant betreutes
            Wohnen usw.); Erfahrungsaustausch

            4. Anti-Androgen-Behandlungen

15:30 – 15:45 Uhr: Pause

15:45 – 16:15 Uhr: Darstellung der Ergebnisse der Kleingruppenarbeit

16:15 – 16:45 Uhr: TOP 6: Planung des nächsten Treffens

16:45 – 17:00 Uhr: Schlussrunde und Verabschiedung

 

 

Treffen IKN am 28.10.2011


 

Protokoll

 

 

 

 

 9. Treffen der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im ambulanten Arbeitsfeld

 

„Innovatives Kompetenznetzwerk ambulante Straftäterbehandlungen Baden-Württemberg (IKN-BW)“

 

Mittwoch, 28. Oktober 2011, 16:00 - 19:00 Uhr

 

 

Anwesende:

Frau von Berg, Herr Bamberg, Frau Zenker, Frau Dr. Märthesheimer, Herr Bayer, Herr Kammerlander, Herr Hipp, Herr Trautmann, Herr Lisson, Frau Zimmer, Herr Klieselt, Herr Hammer, Frau Nedele, Frau Grassl, Herr Grünzig, Herr Petkillo, Herr Köster, Herr Schott, Herr Herzog, Herr Klein

 

Moderation:

Herr Bayer

 

Ort der Veranstaltung:

dpwv (Der Paritätische Baden-Württemberg), Haussmannstrasse 6, 70188 Stuttgart

 

TOP 1

Begrüßung und Eröffnung der Veranstaltung durch Herrn Bayer. Er entschuldigte Herrn Pitzing, der bedingt durch eine Erkrankung die Veranstaltung heute nicht leiten kann. Ferner ließ er die Anwesenden in eine Teilnehmerliste eintragen.

 

TOP 2

Kurze Vorstellungsrunde aller Anwesenden mit ihren Arbeitsgebieten.

 

TOP 3

Es gab keine Anmerkungen oder Änderungen zum letzten Protokoll. Die vom letzten Treffen offenen Anfragen nach Literaturvorschlägen wurden noch einmal aufgegriffen - leider ohne weitere Ergebnisse.

 

TOP 4

Es gab keine Ergänzungen oder Änderungen der heutigen Tagesordnung

 

TOP 5

Thema der heutigen Sitzung:

 

„Rückfallprognose bei Gewalt- und Sexualstraftätern“

Bedeutung von Prognoseinstrumenten für die psychotherapeutische Praxis

Referentin:Frau Dr. Märtesheimer, Leiterin der Sozialtherapeutischen Anstalt der Justizvollzugsanstalt Offenburg

 

Die Folien des Vortrages von Frau Dr. Märtesheimer wurden freund­licher­weise zur Verfügung gestellt.

 

Im Anschluss an den Vortrag wurde Zeit für Diskussion und Fragestellung gegeben. Dabei tauchte die Frage auf, warum Fantasien protektiv wirken könnten. Die Theorie der operanten Konditionierung würde dem doch entgegen sprechen. Nach Urbaniok sei die Protektivität abhängig vom Konkretisierungsgrad der Fantasie und der Handlungsschwelle des Patienten.

 

TOP 6

Im Anschluss an den Vortrag wurden durch Herrn Bayer noch einige Hinweise über den Fonds „Psychotherapie und Bewährung Baden-Württemberg“ gegeben:

  • Der Fondsteil 2 kann auch im Übergang von der Haft zur Bewährung genutzt werden, allerdings maximal 1 Jahr vor Entlassungstermin.
  • Der Rücklauf der Rahmenverträge für die Durchführung und Honorierung von psychotherapeutischen Behandlungen seien fast vollständig erfolgt.

 

TOP 10

Zum Ende der Veranstaltung wurden die Termine für das Jahr 2012 besprochen und dabei folgende Termine fest gesetzt:

 

 Mittwoch, 28.03.2012, 16 Uhr bis 19 Uhr

*Mittwoch, 20.06.2012, 16 Uhr bis 19 Uhr (muss verlegt werden)*

 Mittwoch, 24.10.2012, 16 Uhr bis 19 Uhr

 

*Termin muss durch Herrn Pitzing in der nächsten Sitzung im März 2012 verlegt werden, da er bereits langfristig schon einen anderen Termin vereinbart hat und diesen zuverlässig wahrnehmen muss.

 

 

Protokollanten:

Dipl.-Psych. P.Grassl

 

  

Stuttgart, den 09.November 2011

 

 

 

2. Treffen der forensichen Ambulanzen in Stuttgart 2011

 

Tagungsordung

 

2. Treffen der forensischen Ambulanzen – Nachsorge Strafvollzug

 

Freitag, 18. November 2011, 10:00 - 17:00 Uhr

in Stuttgart

 

Ort:

Justizministerium Baden-Württemberg, Schillerplatz 4, 70183 Stuttgart

Organisation:

Dipl.-Psych. H. Jürgen Pitzing, Leiter Psychotherapeutische Ambulanz

 

Tagesordnung:

10:00-10:30 Uhr: TOP 1: Begrüßung durch Herrn Kammerlander, Geschäftsführer

 

Einführungsworte durch Herrn Ministerialrat Prof. Dr. Wulf

 

Moderation: H. J. Pitzing, Leiter Ambulanz Stuttgart

10:30-12:30 Uhr: TOP 2: Vorstellung der Einrichtungen anhand folgender

 

Aspekte – „Einrichtungsprofil“:

12:30-14:00 Uhr: Mittagspause

 

14:00-15:00 Uhr: TOP 3: Risikomanagement in der deliktorientierten Psycho-

therapie für Indikation, Behandlungsverlauf und

Therapieabschluss

 

15:00-16:00 Uhr: TOP 4: Delinquenz und Pathologie

Was muss, was sollte und was kann in dem vorgegebenen

Rahmen behandelt werden?

 

16:00-16:30 Uhr: TOP 5: Erfahrungsaustausch im Umgang mit „Vorstellungs-

weisungen gem. § 68b Abs. 1 Nr. 11 StGB“

 

16:30-17:00 Uhr: TOP 6: Schlussrunde und Verabschiedung 

Konzeption - IKN Baden-Württemberg

 

Konzeption „Innovatives Kompetenz-Netzwerk Ambulante Straftäterbehandlung Baden-Württemberg“ (IKN-BW)

 

 

Entwicklung der Qualitätssicherung und Erarbeitung von Qualitätsstandards bei ambulanten Straftäter-Therapien 

Versorgungs- und Behandlungsproblematik von in Freiheit befindlichen Sexualstraftätern

 

In Baden-Württemberg werden jährlich ca. 1.400 Personen wegen einer Sexualstraftat verurteilt. Nur ein Teil dieser Straftäter wird in den Strafanstalten, den Anstalten des Maßregelvollzugs oder durch niedergelassene Psychotherapeuten einer Behandlung zugeführt.

Bei der strafrechtlichen Verfolgung und Bekämpfung dieser Straftaten hat sich auch entsprechend internationaler Erfahrungen herausgestellt, dass zur Verhinderung von weiteren Straftaten und Opfern eine gerichtliche Verfolgung und eine Bestrafung der Täter – so notwendig dies auch ist – ohne psychotherapeutische Behandlung nicht genügt. Daher hat der Gesetzgeber im „Gesetz zur Bekämpfung von Sexualdelikten und anderen gefährlichen Straftaten“ (BGBI I S. 160ff.) vom 26. Januar 1998 eine Behandlung für Gewalt- und Sexualstraftäter mit einem Strafmaß von über zwei Jahren zur Verpflichtung gemacht.

 

Die Koordination der intramuralen und extramuralen Behandlungen ist zu regeln. Die Kooperation zwischen internen und externen Therapeuten bedarf dringend der Verbesserung. Die Fachkräfte des Psychologischen Dienstes der Vollzugsanstalten und des Maßregelvollzugs müssen daher notwendigerweise an dem zu gründenden „Kompetenznetzwerk“ beteiligt werden.

Ein Großteil der freiberuflichen Psychotherapeuten ist jedoch in der Behandlung dieser Täter fachlich nicht genügend erfahren und ausgebildet. Sowohl im Studium der Psychologie als auch in der Zusatzausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten finden sich i.d.R. keine Ausbildungsinhalte, die auf die Behandlung von Straftäternausgerichtet sind. Es bedarf daher dringend einer Verbesserung der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung durch einen systematischen fachlichen Austausch unter den Fachkollegen. Diese Lücke will der Verein Bewährungshilfe Stuttgart e.V. schließen. Dessen Psychotherapeutische Ambulanz hat bislang mehr als 520 Sexualstraftäter behandelt. Der „Fonds Psychotherapie und Bewährung“, der für ganz Baden-Württemberg zuständig ist, hat seit seiner Gründung 1992 inzwischen über 890 Anträge bearbeitet und ist dadurch mit den extramuralen Therapeuten in Verbindung.

 

Die Unterversorgung dieser Klientel gilt es jedoch im Interesse der präsumtiven Opfer und der inneren Sicherheit dringend zu beheben. Hierzu bedarf es der Mitarbeit durch freiberufliche und kassenzugelassene, approbierte Psychotherapeutinnen und -therapeuten, die bereits vereinzelt Erfahrungen in der Behandlung von Straftätern gemacht haben, die aber der Unterstützung durch ein "IKN-BW“ bedürfen.

 

Zweck des Projekts sind u.a. die Entwicklung von Qualitätsstandards bei ambulanten Therapeuten, die systematische Erfassung und Vernetzung der ambulanten Therapeuten, Beratungsangebote, Austausch von Fachinformationen (auch über elektronische Medien), sowie Kooperationen zwischen anstaltsinternen und externen Therapeuten und derenWeiterqualifizierung. Dafür hat der Verein Bewährungshilfe Stuttgart e.V. und seine die Psychotherapeutische Ambulanz, das Modell „IKN-BW“ entwickelt, um den Bedarf an psychotherapeutischen Behandlungen für diese Klientel ermöglichen zu können.

 

Ziele:

Ziel ist unter Einbeziehung der psychotherapeutischen Fachkräfte der Justizvollzugsanstalten und des Maßregelvollzugs die Vernetzung freiberuflicher und kassenzugelassener ambulanter Psychotherapeuten, die insbesondere über den Fonds „Psychotherapie und Bewährung Baden Württemberg“ ambulante Straftäterbehandlungen durchführen und abrechnen, um sie fachlich ausreichend weiter zu qualifizieren.

 

Dies soll erreicht werden durch:

 

• Entwicklung der Qualitätssicherung und Erarbeitung von Qualitätsstandards

  bei ambulanten Straftäter-Therapien

• Systematische Erfassung und Vernetzung von ambulanten Psychotherapeuten,

  die Straftäter behandeln (wollen)

• Förderung der Kooperation zwischen externen und internen Therapeuten

• Aufbau eines Systems zum Austausch von Fachinformationen

• Bereitstellung von Beratungsangeboten zu Fragen der Behandlung

  und zur Fort- und Weiterbildung

• Erhebung von Bedarf und Aufbau geeigneter Versorgungsstrukturen

• Verbesserung ambulanter Behandlungsmöglichkeiten für straffällige,

  gestörte Männer mit einer Sexual- und Gewaltproblematik

• Bereitstellung von Fachwissen zur methodischen Umsetzung von ambulanter

  Straftätertherapie

• Qualifizierung weiterer Psychotherapeuten, die bislang noch keine Erfahrung

  in der Behandlung von Straftätern haben, aber Interesse zeigen, sich dieser

  schwierigen Arbeit zu stellen.

• Verbesserung der Vernetzung freiberuflicher Psychotherapeuten mit

  Einrichtungen des Strafvollzugs, der Justiz, Beratungsstellen, Kliniken u.a.m.

 

Angebote des Kompetenznetzwerks werden durch die Landes-Psychotherapeutenkammer Baden-Württemberg mit Fortbildungspunkten anerkannt.

 

Der Fonds „Psychiatrie und Bewährung“ unterstützt dieses Anliegen mit allem Nachdruck. Auf Grund der Fondsrichtlinien ist ihm aber eine Finanzierung dieses Angebots nicht möglich.

 

Medien und Gremien für einen fachlichen Austausch:

• Anschreiben von Psychotherapeuten zur Eruierung ihres Interesses an einer

  Vernetzung und eines fachspezifischen Austauschs

• Erstellung einer Adressdatei von regional ansässigen ambulanten Psychotherapeuten,

  die Straftäterbehandlung durchführen, um die Vermittlung von fachbezogenen qualifizierten  

  Psychotherapeuten zu ermöglichen

• Aufbau einer Website, um Informationen für Patienten bereitzustellen, zur Darstellung

 einer Behandler-Landkarte und für Hinweise von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen

• Organisation von regelmäßigen jährlichen Fachtreffen zum Erfahrungsaustausch

  (regional und überregional)

• Erstellung einer Mailinglist, um schnellstmöglich Informationen zur Fort- und Weiterbildung

  und zu Fragestellungen bei Fachproblemen zu ermöglichen

• Herausgabe von Newslettern (zunächst ein bis zwei Newsletter pro Jahr), damit wichtige

  Fachthemen an interessierte Behandler herangetragen werden können

• Angebote von Supervision und Beratung für ambulante Psychotherapeuten

• Organisation einer jährlichen „Fachtagung Kompetenznetzwerk Ambulante

  Straftäterbehandlung Baden-Württemberg“.

 

Organisation des Netzwerks:

Der Verein Bewährungshilfe Stuttgarte.V. ist Organisator und Ansprechpartner für

freiberufliche Psychotherapeuten, die im Strafvollzug und Maßregelvollzug tätigen

Therapeuten, die Straftäter behandeln (wollen). Er organisiert die Fachtreffen auf

regionaler und überregionaler Ebene in Baden-Württemberg.

Das „IKN-BW“ organisiert die Adressendatei und erstellt und pflegt die Homepage.

Ebenfalls bieten die dortigen Psychotherapeuten ein Beratungs- und

Supervisionsangebot für ihre Kolleginnen und Kollegen an.

Weiterhin vermittelt der Verein Bewährungshilfe Stuttgarte.V. bei Anfragen durch

Polizei, Justiz, medizinische und sonstige Institutionen kompetente regionale Psychotherapeuten,

die bei Fragen zu Sexualdelikten und zur Sexualdelinquenz fachkundig

ortsnah beratend behilflich sein können.

 

Siegfried Bayer

Stuttgart, den 16. September 2009 

 

 

Grundsätze einer ambulanten Nachsorge

Ambulante Nachsorge in Deutschland

Die psychotherapeutische Behandlung von Straftätern und anderen Rechtsbrechern dient dem Opferschutz, denn nach gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen kann hierdurch das Risiko eines Rückfalls deutlich reduziert werden. So hat der Gesetzgeber die Möglichkeit der Nachsorgebehandlung von Straftätern in Forensischen Ambulanzen im Rahmen der Maßregel der Führungsaufsicht nunmehr in den §§ 67, 67 Abs. 2, 68a Abs. 7, 68b Abs. 1 Nr. 11, 68b Abs. 2 Satz 3 StGB ausdrücklich vorgesehen. Zu einem wirksamen Opferschutz gehört es aber nicht nur, bei solchen Tätern frühestmöglich während der Haft mit der Durchführung deliktorientierter Psychotherapien zu beginnen, sondern diese auch nach deren Entlassung fortzusetzen.

Am 10. November 2010 hat in München eine Tagung der freien Ambulanzen in Deutschland stattgefunden, in welcher die Grundlage für eine künnftige Zusammenarbeit geschaffen wurde.

Eine Auflistung der Ambulanzen können Sie hier nachlesen:
Ambulanzen Bundesweit

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