BIOS schließt Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Landeskirche Baden.

fab logo

Opferschutz-Partner


BIOS-Newsletter Empfange HTML?
Besucher heute:5
Besucher gestern:17
Besucher diesen Monat:350
Besucher dieses Jahr:1939
Tägliche Besucher:5716
Montliche Besucher:8421

Aktuelles

Tag des Kriminalitätsopfers am 22.3.2016 - Rund 100 Opfer von Gewalt- und Sexualstraftäter erhielten Hilfe von BIOS in der Opfer- und Traumaambulanz

BIOS zum Tag der Kriminalitätsopfer am 22. März 2016

Rund 100 Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten erhielten Hilfe bei BIOS in Karlsruhe

Rund 100 Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten aus dem Raum Karlsruhe haben sich inzwischen an die Traumaambulanz der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS) gewandt. Seit der Eröffnung im November 2014 nehmen kontinuierlich mehr Menschen Kontakt mit der Einrichtung auf, durchschnittlich sind es sieben im Monat. Der Anteil der Männer hat sich mit 22 Prozent mehr als verdoppelt (März 2015: 10 Prozent).

Wer glaubt, es seien ganz überwiegend Stadtbewohner, die Gewalterfahrungen gemacht haben, verängstigt sind und deshalb Hilfe suchen, der irrt. Inzwischen stammt fast die Hälfte der Betroffenen (42,6 Prozent) aus dem Landkreis Karlsruhe.

Die Zahlen belegen, wie notwendig und sinnvoll die Gründung der Traumaambulanz Karlsruhe war. Gerade am 22. März, dem Tag der Kriminalitätsopfer, ist daran zu erinnern, dass körperliche oder materielle Schäden oft leichter zu beheben sind als die psychischen Folgen.

Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten, aber auch Unfallopfer, durchleben oft massive Hilflosigkeit, Kontrollverlust oder Ohnmachtsgefühle. Bei Traumatisierungen ist eine rasche, verlässliche und strukturierte Kontaktaufnahme mit einem Ansprechpartner notwendig. Deshalb bietet die Traumaambulanz innerhalb kürzester Zeit ein Erstgespräch an und übernimmt im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten auch die Behandlung.

Die behandelnden Psychologinnen und Psychologen arbeiten eng mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin in Karlsruhe sowie dem SRH-Klinikum in Karlsbad-Langensteinbach zusammen.

Um Kriminalitätsopfern auch rechtliche Hilfe anzubieten, hat BIOS zusätzlich einen Leitfaden erarbeitet. Dort können sich Betroffene sowohl über Strafanzeigen, den Gang von Ermittlungs- und Strafverfahren informieren, als auch die Kontaktdaten von Hilfsorganisationen erfahren. Der „BIOS-Leitfaden für alle Betroffene von Straftaten“ kann ab April 2016 online auf der Homepage des Vereins abgerufen werden. Er wurde von Juristen erstellt und ist kostenlos.

Die Traumaambulanz wurde für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe eingerichtet und steht unter der Schirmherrschaft von Stadt- und Landkreis Karlsruhe. Diese bezuschussen auch die Arbeit der Einrichtung; den ganz überwiegenden Teil der Finanzierung trägt jedoch der gemeinnützige Verein BIOS selbst.

Seit seiner Gründung gehört es zum Konzept des Vereins, nicht nur Kriminalitätsopfern sondern auch sogenannten Tatgeneigten in gesonderten Einrichtungen im Sinne des präventiven Opferschutzes therapeutische Hilfe anzubieten. Ziel ist es dabei, Gewalt- und Sexualstraftaten zu verhindern. Denn wo kein Täter, da kein Opfer. Die Prävention durch psychologische Betreuung Tatgeneigter darf aber nicht in Konkurrenz zur notwendigen Hilfe für diejenigen stehen, die Opfer von Straftaten wurden.

  

Der Aktionstag wurde 1991 vom WEISSEN RING als Mahnzeichen in Deutschland etabliert. Der Gedanke eines Zeichens der Solidarität mit den Geschädigten war zunächst in Schweden entstanden, wo am Tag der Kriminalitätsopfer Kerzen in die Fenster gestellt werden und Kirchenglocken läuten.

Die Behandlungsinitiative Opferschutz BIOS-BW e.V. finanziert sich durch Spenden und Sponsoring.

BIOS-Spendenkonto:

Volksbank Pforzheim

IBAN DE83 6669 0000 0000 0054 70.

BIC VBPFDE66

image005.jpg@01D122A9.E6CD32C0" height="26" border="0" width="101">

Ihr BIOS-BW

News-Team

Karlsruhe, den 20.3. 2016

Info-Merkblatt-OTA

QR-Code dieser Seite