BIOS schließt Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Landeskirche Baden.

fab logo

Opferschutz-Partner


BIOS-Newsletter Empfange HTML?
Besucher heute:0
Besucher gestern:8
Besucher diesen Monat:275
Besucher dieses Jahr:2840
Tägliche Besucher:5716
Montliche Besucher:8421

Aktuelles

Sieben Jahre Forensische Ambulanz Baden (FAB)

Sieben Jahre Forensische Ambulanz Baden (FAB)

Über 1.900 (potenzielle) Gewalt- und Sexualstraftäter suchten therapeutische Hilfe

Am kommenden Dienstag, dem 2. Juni 2015, wird die von der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) getragene Forensische Ambulanz Baden (FAB) sieben Jahre alt. Ziel der Einrichtung war es von Beginn an, Sexual- und Gewaltstraftaten zu vermeiden und (potenziellen) Tätern Therapie anzubieten. 

In den sieben Jahren wurden 1.913 Behandlungen und Begutachtungen durchgeführt bzw. die Probanden werden derzeit noch aktuell behandelt. 1.610 Personen (abgeurteilte Straftäter) wurden der Forensischen Ambulanz Baden (FAB) vor allem von Gerichten aus Baden-Württemberg zugewiesen. 303 Personen, sogenannte sog.Tatgeneigte, meldeten sich von sich aus.

Bei den 1.610 zugewiesenen Personen geht es vor allem darum, Rückfälle zu verhindern. Dazu bietet die Ambulanz rückfallreduzierende, psychotherapeutische Behandlungsmaßnahmen an. Etwa die Hälfte dieses Personenkreises war wegen Gewaltstraftaten, die Hälfte wegen Sexualstraftaten verurteilt worden.

Zentrales Anliegen der Ärzte und Therapeuten der FAB ist der Opferschutz, denn nach wissenschaftlichen Erkenntnissen wird durch eine indizierte psychotherapeutische Behandlung das Risiko eines Rückfalls deutlich reduziert.

Es fanden aber auch 303 Patienten eine Anlaufstelle, die bislang nicht verurteilt wurden und wegen ihrer Neigungen psychologischer Hilfe bedürfen. Sie werden häufig von Behörden, Sozialträgern, Ärzten und Rechtsanwälten in die Sprechstunde vermittelt.

Die FAB ist in den sieben Jahres ihres Bestehens enorm gewachsen. Aber der Bedarf an Therapieplätzen ist noch immer weitaus größer. BIOS gehört mit dem Präventionsprogramm Keine Sexual- und Gewaltstraftaten begehen zu den wenigen Einrichtungen in Deutschland mit einem solchen rein präventiven Angebot.

Inzwischen arbeitet die FAB an sieben festen Stützpunkten, neben Karlsruhe sind das Mannheim, Offenburg, Heilbronn, Freiburg, Pforzheim, Heidelberg und Mosbach. Außerdem gehen die Therapeuten auch in verschiedene Gefängnisse in der Region Baden, um dort mit Inhaftierten zu arbeiten.

Die FAB wurde am 2. Juni 2008 in den Räumen des Amtsgerichts eröffnet. Das Justizministerium Baden-Württemberg begleitete die Einrichtung von Anfang an. Justizminister Rainer Stickelberger besuchte die FAB im Januar 2014 und stellte Haushaltsmittel des Ministeriums zur Verfügung. Die Arbeit mit Tatgeneigten, also noch nicht abgeurteilten Personen, wird seit  dem 7. April 2014 von Baden-Württembergs Sozialministerin Katrin Altpeter finanziell unterstützt.

QR-Code dieser Seite