BIOS schließt Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Landeskirche Baden.

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Aktuelles

BIOS-Erklärung zum Tag des Kriminalitätsopfers am 22. März 2015

BIOS-BW e.V. zum Tag der Kriminalitätsopfer am 22. März 2015

Monatlich suchen fünf Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten Hilfe bei BIOS in Karlsruhe

Jeden Monat melden sich im Durchschnitt fünf traumatisierte Personen bei der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V., die in den allermeisten Fällen Opfer einer Gewalt- oder Sexualstraftat wurden. Die „Opfer- und Traumaambulanz Karlsruhe/Baden“ (OTA), die BIOS am 25. November 2014 offiziell eröffnete, konnte inzwischen 22 Patienten eine Akutbehandlung anbieten. 13 wurden Opfer einer Gewaltstraftat, das entspricht einem Anteil von 59 Prozent. Sieben Hilfesuchende (31 %) waren Opfer eines Sexualdelikts. In zwei Fällen handelte es sich um schwere Unfälle, die zu einem Trauma führten. Von den Hilfesuchenden waren bislang 90 Prozent Frauen.

Die Zahlen belegen, dass eine Ambulanz für Kriminalitätsopfer dringend notwendig ist. Gerade am Tag der Kriminalitätsopfer ist daran zu erinnern, dass körperliche oder materielle Schäden oft leichter zu beheben sind als die psychischen Folgen. 

BIOS hatte auch schon in früheren Jahren traumatisierten Kriminalitätsopfern bei Bedarf psychologische Hilfe angeboten. Eine gezielte Vermittlung durch Polizei, WEISSER RING e.V., Sozialbehörden und Ärzte erfolgte bis 2014 jedoch noch nicht, dies ist erst seit November 2014 der Fall. Seither hat sich die Patientenzahl verdreifacht. Zwischen 2010 und 2014 wandten sich im Durchschnitt 20 Personen pro Jahr nach Gewalttaten an BIOS. Verstetigen sich die seit November 2014 erhobenen Zahlen, werden es nun jährlich 60 Personen sein. Dabei sind alle Altersstufen vertreten.

Die OTA wurde für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe eingerichtet und steht unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Klaus Stapf und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten, aber auch Unfallopfer, durchleben oft massive Hilflosigkeit, Kontrollverlust oder Ohnmachtsgefühle. Bei Traumatisierungen ist eine rasche, verlässliche und strukturierte Kontaktaufnahme mit einem Ansprechpartner notwendig. Deshalb bietet die OTA innerhalb kürzester Zeit ein Erstgespräch an und übernimmt im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten auch die Behandlung. Den Patientinnen und Patienten werden fünf bis zehn Sitzungen angeboten.

Wird eine längerfristige oder eine klinische Behandlung nötig, vermittelt die OTA Betroffene weiter, so dass sie bei der Suche nach Hilfe nicht sich selbst überlassen bleiben. Weiterhin bietet die OTA Kriminalitätsopfern eine kostenlose rechtliche Erstberatung durch Fachanwälte beziehungsweise Fachanwältinnen an.

Die behandelnden Psychologinnen und Psychologen der Traumaambulanz von BIOS stehen in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin in Karlsruhe sowie dem SRH-Klinikum in Karlsbad-Langensteinbach.

Im Sinne des präventiven Opferschutzes gehört es zur Zielsetzung des Vereins, es überhaupt nicht zu einer Übergriff und damit zu einem Opfer kommen lassen. Insoweit ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass es durch deliktorientierte Behandlungen auch bei sog. tatgeneigten Personen das Risiko eines gewalttätigen  Übergriffs deutlich reduziert werden kann. Insoweit bietet BIOS in seinem Präventionsprojekt „Keine Gewalt- und Sexualstraftat begehen“ auch für diese auch  sog. Tatgeneigten in gesonderten Einrichtungen eine Anlaufstelle. Ziel ist es dabei, Gewalt- und Sexualstraftaten zu verhindern. Denn wo kein Täter, da kein Opfer! Die Prävention durch psychologische Betreuung Tatgeneigter darf aber nicht in Konkurrenz zur notwendigen Hilfe für diejenigen stehen, die Opfer von Gewaltstraftaten wurden.

Der Tag der Kriminalitätsopfer wurde 1991 durch den WEISSEN RING e.V. eingeführt und erinnert am 22. März eines jeden Jahres an die Situation der durch Kriminalität und Gewalt geschädigten Menschen.

Die Opfer- und Traumaambulanz Karlsruhe/Baden finanziert sich fast ausschließlich durch Spenden und Sponsoring. Unterstützen Sie uns!

BIOS-Spendenkonto: Volksbank Pforzheim IBAN DE83 6669 0000 0000 0054 70 - BIC VBPFDE66

Die OTA ist fernmündlich unter der Rufnummer 0721 470 43 935 oder per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

Karlsruhe, den 22.2.2015

Anbei noch ein Link zu einem Pressebericht:

http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Karlsruhe~/BIOS-Karlsruhe-gedenkt-Opfer-von-Gewalt-und-Kriminalitaet;art6066,1602832


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