BIOS schließt Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Landeskirche Baden.

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Aktuelles

BIOS-Fortbildung "Deliktorientierte Einzeltherapie 2015"

Hier die Ausschreibung des aktuellen BIOS-Fortbildungsangebots: 

Ziele des Fortbildungscurriculums

Das Fortbildungscurriculum soll Psychotherapeuten, die an der Therapie von Straftätern interessiert sind bzw. bereit sind, mit Straftätern therapeutisch zu arbeiten, in die deliktorientierte Psychotherapie von Straftätern einführen, so dass eine kompetente therapeutische Arbeit mit Straftätern möglich ist. Psychotherapeuten, die schon therapeutisch mit Straftätern arbeiten oder gearbeitet haben, können im Rahmen des Fortbildungscurriculums ihre Kenntnisse auffrischen und erweitern.
Im Fortbildungscurriculum werden zuerst wichtige juristische und therapeutische Rahmenbedingungen mit grundlegenden therapeutischen Prinzipien deliktorien-tierten therapeutischen Arbeitens vermittelt, dann werden diagnostische Grundlagen und konkrete therapeutische Strategien und Techniken – auch für unterschiedliche Tätergruppen - vorgestellt. Abschließend wird der zeitliche Verlauf einer deliktorientierten Therapie mit möglichen Inhalten und Schwierigkeiten besprochen. Im letzten Termin des Fortbildungscurriculums wird auf kognitiv-behaviorale Therapieprogramme eingegangen, die sich auf Sexual- und Gewalttäter beziehen und deliktorientiert arbeiten.
Themen und Inhalte des Fortbildungscurriculums werden über Folienvortrag, Gruppendiskussionen, Übungen und Rollenspiele vermittelt. Die Folien und ein ausführlicher Text zur deliktorientierten Einzeltherapie werden den Teilnehmern des Fortbildungscurriculums zur Verfügung gestellt.

Termine
Acht Workshop-Tage (28.02.2015, 14.03.2015, 28.03.2015, 11.04.2015, 25.04.2015, 09.05.2015, 23.05.2015 und 06.06.2015),

jeweils samstags 9.30-17.00 Uhr,

in den Räumlichkeiten der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V., Stephanienstraße 28b, 76131 Karlsruhe.

Programm des Fortbildungscurriculums

28.02.2015:

Juristische und therapeutische Rahmenbedingungen:
Rechtliche Rahmenbedingungen, Ablauf eines Strafprozesses, Zielsetzungen der Psychotherapie mit Straftätern, Merkmale und psychische Störungen von Straf-fälligen.

14.03.2015:
Grundlegende therapeutische Ansätze und Prinzipien:
RNR-Modell, Wirkfaktoren der Psychotherapie, therapeutische Beziehung, Stufen der Verhaltensänderung, Leitlinien für die Psychotherapie mit Straftätern.

28.03.2015:
Forensische Diagnostik:
Aktenanalyse, Anamnese und Exploration, testpsychologische Untersuchungen, Diagnosen, statistische Prognoseinstrumente, Verursachungsmodell der Straftat (individuelle Delikthypothese).

11.04.2015:
Deliktbearbeitung:
Begriff, Bedeutung und Ziele der Deliktbearbeitung, Ablauf der Deliktbearbeitung, grundlegende Fragen der Deliktbearbeitung (wie zeitlicher Kontext, zu bearbeitende Straftat und unterschiedliche Ausgangsbedingungen), Arten von Abwehr-mechanismen, Ablauf der Straftat (Deliktszenario), Verantwortungsübernahme, Empathieförderung, Opferbriefe, Folgen der Tat, Rückfallprophylaxe, Bearbeitung deliktrelevanter Fantasien.

25.04.2015:
Bearbeitung deliktrelevanter Faktoren:
Selbstwertgefühl, Ressourcenorientierung, Achtsamkeit, Emotionsregulation, Ärger- und Wutkontrolle.
Psychotherapie psychischer Störungen:
Psychotherapie von dissozialen, narzistischen, Borderline-, paranoiden und ängstlich vermeidenden Persönlichkeitsstörungen/Persönlichkeitsauffälligkeiten, Psychotherapie von Delinquenten mit Suchtproblemen und Depressionen.

09.05.2015:
Psychotherapie unter verschiedenen juristischen Rahmenbedingungen:
Psychotherapie bei Führungsaufsicht, Tatgeneigten, sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung, Besitz von kinderpornographischen Schriften, Körperverletzungen, Tötungsdelikten.
Exkurs: Krisenintervention: Allgemeine Empfehlungen zur Krisenintervention, spezifische Kriseninterventionstechniken, Krisensituationen und entsprechende therapeutische Strategien (wie bei Suizidalität und aggressiven Impulsdurchbrüchen).

23.05.2015:
Inhaltliche Gestaltung der einzelnen therapeutischen Sitzungen:
Anregungen und Schwierigkeiten.
Spezifische Probleme:
Beendigung der Therapie, Belastungen des Therapeuten, Supervision/Intervision, Evaluation der Therapie, ethische Probleme bei der Psychotherapie von Straftätern.

06.06.2015:
Kognitiv-behaviorale Therapieprogramme:

Vor- und Nachteile, BPS (Behandlungsprogramm für Sexualstraftäter), BPG (Behandlungsprogramm für Gewaltstraftäter).

Curriculumsgebühr:
Die vom Verein subventionierte Curriculumsgebühr beträgt insgesamt 800 Euro. Für BIOS-Mitglieder, Therapeuten der FAB und Angehörige des Strafvollzugs in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz kann eine ermäßigte Gebühr vereinbart werden. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Robert Nirschl unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bzw. fernmündlich unter 0721 470 43934.

Zertifizierung:
Eine Zertifizierung mit Vergabe von Fortbildungspunkten und mit einer Bescheinigung der Fortbildung wird durchgeführt.

Anmeldung:
Eine Anmeldung ist mit beigefügtem Formular bis zum 31.01.2015 unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich. Eine Entscheidung über die Zulassung erfolgt bis zum 08.02.2015. Sollten mehr Anmeldungen eingehen als vorhandene Plätze vorhanden sind, können nicht alle Bewerber zugelassen werden.

Dozent: Dr. Heinz Scheurer, Dipl.-Psych. und Psychologischer Psychotherapeut, Therapeutischer Leiter der Forensische Ambulanz Baden (FAB).

 

Anmeldeformular

 

Die Fortbildung hat schon begonnen. Die Teilnahme an Einzelsitzungen ist jedoch noch möglich. Bitte insoweit anfragen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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