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Aktuelles

FDP-Kreistagsfraktion Bergstraße besucht BIOS

Am 15. Mai 2013 hat eine Delegation der FDP-Kreistagsfarktion Bergstraße BIOS vor allem im Hinblick auf das Tatgeneigten Programm der FAB "Keine Gewalt- und Sexualstraftat begehen" besucht und Ihre Eindrücke wir folgt in einem Artikle aufbereitet:

"Im Anschluss an den Besuch der Polizeidirektion stand der Besuch von BIOS-BW e.V. an, einer gemeinnützigen Einrichtung zum Opferschutz sexueller Strafdelikte mit Sitz in Karlsruhe. BIOS-BW wurde vor einigen Jahren auf Eigeninitiative von Klaus Michael Böhm, einem Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe, gegründet, um „nicht mehr tatenlos der Not der Opfer gegenüber zu stehen“. Immer wieder war zu befürchten, dass eben diese Täter wieder rückfällig werden würden, sobald sie aus dem Strafvollzug entlassen werden. Hier stellte sich die Frage der Prävention. Die Gründung einer Auffangstation für potentiell rückfällige Täter war ein großes Anliegen der Gründungsmitglieder. Im Vordergrund steht hier der Opferschutz: „Wenn Täter nach Hause gehen und die gleichen Taten wieder vollbringen, dann hat unser Rechtssystem versagt“.

Aber auch die unverzügliche psychologische Betreuung von Opfern sexueller Delikte ist Ziel von BIOS-BW. Der konventionelle Weg der Psychotherapie reiche hier nicht aus. Wartezeiten seien häufig zu lang und ein Therapeut sollte zu jeder Zeit ansprechbar sein. BIOS-BW hat ein Netzwerk geschaffen, das durch ein permanent besetztes Notfalltelefon Hilfesuchende rund um die Uhr sofort an einen Therapeuten vermittelt - denn Opfer, die mit den Folgen von sexuellen Delikten zu kämpfen haben, benötigen sofortige Hilfe. Auch bei Übergriffen im engsten Umfeld, die immer wieder erduldet und nicht angezeigt werden, ist zeitnahe Hilfe absolut notwendig. Dass dies der übermäßige Teil von sexuellen Delikten ist, wurde bei der Polizei bereits klar herausgestellt. Großes Gewicht beim Opferschutz legt BIOS-BW auf die Täterprävention. „Wir scheuen keine Mühe, eine Straftat zu verhindern.“ Die psychologische Betreuung von bereits straffällig gewordenen Tätern wurde zu einem Netzwerk an 6 Standorten ausgebaut. Hier geht BIOS-BW in die Strafvollzugsanstalten, um zu therapieren.

 Außer Opferbetreuung und Betreuung der straffälligen Täter gibt es einen weiteren Bereich des Opferschutzes, der in unserer Gesellschaft zurzeit noch ein Tabuthema ist: die Tatprävention durch Therapie von Tatgeneigten. Diese Menschen, die pädophile Neigungen bei sich erkennen, leben in ständiger Angst, die Kontrolle zu verlieren. Die Gefahr zum Täter zu werden ist groß. Dem versucht BIOS-BW vorbeugen indem sie Tatgeneigten eine Anlaufstelle bietet: In absoluter Anonymität werden sie von Psychologen behandelt, um Kontrollmechanismen zu erlernen und in ihr Leben zu integrieren. „Hier wird eine effektive Möglichkeit aufgezeigt, Taten bereits im Vorfeld zu verhindern. Es darf nicht sein, dass erst etwas passieren muss, bis man sich eines Problems annimmt.“, so Fabian Storzer.

Wie in allen gemeinnützigen Einrichtungen setzt das Geld der guten Absicht auch hier Grenzen. Der Bedarf ist groß, finanzielle Mittel sind jedoch knapp. Böhm stellt klar: „Wir könnten unser Konzept ausdehnen und noch wesentlich mehr Menschen unterstützen, wenn wir mehr Geld zur Verfügung hätten.“ Das Konzept von BIOS-BW hat die Fraktion prinzipiell angesprochen. Wegschauen hilft nicht, die Möglichkeiten der Prävention auszuschöpfen ist generell ein wesentliches Ziel. Gerade vor dem Hintergrund der Erfahrungsberichte von den Beamten der Polizei sollte man alles daran setzen, Taten im Vorfeld zu vermeiden.

Christopher Hörst: „Die bestehenden Programme zum Nein-Sagen und Sich-Wehren sind ein bewährter und guter Weg. Wir werden den Kontakt zu den vorhandenen Netzwerken suchen. Aufklärungsarbeit und ein Netzwerk für Notfälle sind vorrangiges Ziel. Aber auch der Aspekt der Prävention darf nicht unberücksichtigt bleiben.“ Die Fraktion entscheidet einstimmig: „Alles, was wir tun können, um Kinder vor Sexualtaten zu schützen, werden wir angehen.“

 

Den vollständigen Bericht finden Sie abgedruckt unter folgendem LINK:

http://www.fdpbergstrasse.de/

 

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