BIOS schließt Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Landeskirche Baden.

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Aktuelles

BIOS stellt beim Justizministerium Baden-Württemberg Antrag auf staatliche Förderung

BIOS stellt Förderungsantrag

 

Auf seiner Sitzung am 22. Juni 2011 hat der Gesamtvorstand der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. durch einstimmigen Beschluss aller anwesenden Vorstandsmitglieder beschlossen, beim Justizministerium Baden-Württemberg einen Antrag auf Gewährung eines staatlichen Zuschusses für die Forensische Ambulanz Baden (FAB) einzureichen. Dieser wurde nunmehr am 31. Juli 2011 eingereicht.

 

Am 11. November 2008 war der Forensischen Ambulanz Baden (FAB) - im Rahmen des Festakts zu ihrer Eröffnung im  Amtsgericht Karlsruhe - die Gewährung einer solchen Förderung sowohl vom damaligen Justizminister Prof. Ulrich Goll als auch vom damaligen CDU/CSU Fraktionsvorsitzenden und späteren Ministerpräsidenten, Herrn MdL Stefan Mappus, in Höhe von 150.000 Euro jährlich in Aussicht gestellt worden, wobei es zu deren Auszahlung allerdings bislang nicht gekommen ist.

 

Gleichwohl ist es BIOS durch den persönlichen Einsatz von Vereinsmitgliedern gelungen, auch ohne eine solche Förderung ein weitreichendes ambulantes Nachsorgesystem für abgeurteilte Straftäter im badischen Landesteil aufzubauen und dieses durch das bezüglich der Personengruppe bundesweit einmalige Programm „Keine Gewalt und Sexualstraftat begehen“ auch auf potentielle Straftäter, sogenannte Tatgeneigte, auszudehnen.

 

Inzwischen wurde die FAB durch die VwV Forensische Ambulanzen vom 21. Juni 2010 auch als offizielle Einrichtung anerkannt. Damit die Ambulanz aber das opferschützende Angebot für straffällig gewordene Täter weiterhin aufrecht erhalten kann, benötigt der Verein die in Aussicht gestellte Förderung, da ansonsten therapeutische Angebote eingestellt bzw. erheblich reduziert werden müssen.

 

Auch die Ambulanz der Bewährungshilfe Stuttgart e.V. erhält zur Erfüllung ihrer Aufgaben seit vielen Jahren eine regelmäßige jährliche Unterstützung, weshalb eine Gleichbehandlugn angezeigt erscheint. 

 

Die Forensische Ambulanz Baden behandelt inzwischen mit 17 Therapeuten rund 250 aktuelle Fälle. Die Therapieteilnehmer sind überwiegend wegen Gewalt- und Sexualstraftaten verurteilt worden. Darüber hinaus erhalten auch ehemalige Sicherungsverwahrte und von KURS kontrollierte Entlassene in der Ambulanz eine nachsorgende Psychotherapie.

Der Verwaltungsaufwand für diese forensischen Psychotherapien geht weit über das hinaus, was therapeutische Einrichtungen außerhalb des forensischen Bereiches für psychotherapeutische Leistungen aufwenden müssen. Dazu gehören insbesondere Berichtsabfassungen und gemeinsame Fallbesprechungen mit der Bewährungshilfe, den Führungsaufsichtsstellen, den Gerichten und der Polizei. Auch die Abrechnungen erfordern erheblich mehr Aufwand als psychotherapeutische Leistungsabrechnungen im Gesundheitssystem.

 

Die von BIOS nunmehr beantragte Förderung wird trotz der anfänglichen und durchaus bescheidenen zusätzlichen Belastung des öffentlichen Haushalts mittelfristig hier aber zu einer finanziellen Einsparung führen - wie sich aus der von  BIOS eingeholten Studie des Amtes für Justizvollzug des Kantons Zürich vom 4. Januar 2011 ergibt: Durch die konsequente psychotherapeutische Behandlung bei Gewalt- und Sexualstraftätern lässt sich nicht nur die Rückfallquote um bis zu 60 % senken, sondern ohne diese Therapieangebote müsste der Kanton heute mehr als das Doppelte allein schon für Haftkosten aufwenden.

 

BIOS ist stolz darauf, dass es in den drei Jahren des Bestehens der Forensischen Ambulanz Baden (FAB) noch zu keinen der FAB bekannt gewordenen einschlägigen Rückfall gekommen ist. Durch dieses weitreichende opferschützendes Angebot haben wir nicht nur die Sicherheit im Lande erhöht, sondern auch zur Einsparung erheblicher Kosten beigetragen, so dass wir auf die Gewährung der beantragten Förderung hoffen.

 

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