BIOS schließt Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Landeskirche Baden.

fab logo

Opferschutz-Partner


BIOS-Newsletter Empfange HTML?
Besucher heute:3
Besucher gestern:10
Besucher diesen Monat:337
Besucher dieses Jahr:3722
Tägliche Besucher:5716
Montliche Besucher:8421

Aktuelles

Land Baden-Württemberg unterstützt BIOS Präventionsprogramm "Keine Gewalt- und Sexualstraftat begehen"

Land Baden-Württemberg

unterstützt BIOS-Tatgeneigten Projekt

„Keine Gewalt- und Sexualstraftat begehen“

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass das BIOS Behandlungsprogramm „Keine Gewalt und Sexualstraftat begehen“ nunmehr vom Land Baden-Württemberg offiziell unterstützt wird.

Am 10.04.2014 haben die Behandlungsinitiative Opferschutz in Karlsruhe (BIOS), die Bewährungshilfe Stuttgart und die Universitätsklinik Ulm mit Frau Ministerin Altpeter in Stuttgart eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Als Tatgeneigte gelten Menschen, die sich in ihren Phantasien sexuelle Handlungen mit Kindern vorstellen oder sich dazu gedrängt fühlen sowie Menschen, die im Verborgenen bereits als Täter agiert haben – beispielsweise, indem sie Kinderpornografie konsumiert haben. Solche Beratungen und Behandlungen für Tatgeneigte bietet die Behandlungsinitiative Opferschutz e.V. (BIOS) mit ihrem Programm „Keine Gewalt- oder Sexualstraftat begehen“ bereits seit längerem an. Sie wird in dieser Arbeit zukünftig in Bezug auf Tatgeneigte, deren mögliche Opfer Kinder sind, vom Landunterstützt.  

Im Rahmen der Vertragsunterzeichnung bedankte sich der 1. Vorsitzende von BIOS, Klaus Böhm,für die Unterstützung des Sozialministeriums und erklärte:

„Die jetzt abgeschlossene Kooperation gewährleistet eine lückenlose Versorgung im Land und ist dadurch ein Modellprojekt für ganz Deutschland. BIOS behandelt heute bereits etwa 140 Personen in Karlsruhe und weiteren Orten im Land. Durch die Förderung kann das derzeitige Angebot weiter ausgebaut werden“, so Böhm. Ziel von BIOS sei es, durch ein frühzeitiges und nicht allein auf sogenannte pädophile Tatgeneigte ausgerichtetes Behandlungsangebot einen erstmaligen sexuellen Übergriff auf ein Kind zu verhindern.

 

Die  Pressemitteilung des Sozialministeriums Baden-Württemberg vom 10.04.2014 fügen wir als Anlage bei.

 

Mehr zum zum BIOS-Tatgeneigten Programm „Keine Gewalt- und Sexualstraftat begehen, finden Sie auf unserer Homepage unter www.bios-bw.de

 

Hinweis: Das BIOS-Präventionsprogramm wird derzeiten neben Karlsruhe vor allem in folgenden Städten in Baden-Württemberg angeboten: Mannheim, Freiburg, Offenburg, Baden-Baden, Heidelberg, Heilbronn und Pforzheim, Mosbach und Konstanz sind geplant. Eine Kontaktaufnahme ist für Hilfesuchende und für Behörden, Anlauf- oder Beratungsstellen, Angehörige, Anwälte, Ärzte etc. - auch wenn es schon einmal zu einem Übergriff oder einer Gewaltstrafftat gekommen ist - formlos möglich unter den Rufnummern 0721 470 43933 oder  0173 510 71 71 (Psychotherapeutisches Notfalltelefon).

Mit freundlichen Grüßen

Ihr BIOS-BW

Newsletter-Team

Karlsruhe, den 13.04.2014

Wichtige Mitteilung:

In Kürze erscheint der BIOS  Jahresbericht 2013. Wir würden uns freuen, Ihnen diesen – auch zur Auslage in Ihrer Behörde oder Einrichtung – in der Druckfassung übersenden zu dürfen. Bitte geben Sie kurz Rückmeldung unter

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

oder fernmündlich unter 0721 470 43933,  an welche Anschrift wir diesen senden dürfen und wie viele Exemplare Sie benötigen.

 

Justizminister des Landes Baden Württemberg Herr Rainer Stickelberger MdL besucht BIOS und lobt die Arbeit des Vereins

Justizminister Rainer Stickelberger zu Besuch bei der BIOS e.V. 

Besuch BIOS Stickelberger 001Von Rechts:


Justizminister Stickelberger, 

Dr. Heinz-Scheurer, Therapeutischer Leiter, 

RiOLG Klaus Böhm, 1. Vorsitzender von BIOS 

 

(Foto: Bold von KA-News am Ortsitz des Vereins)

 

 Karlsruhe (ks)

Bei einem Besuch der "Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS)" würdigte Baden-Württembergs Justizminister Rainer Stickelberger die Arbeit der Initiative und äußerte sich zum Umgang mit (Sexual-) Straftätern im Land. Insbesondere hob er die Wichtigkeit der engen Zusammenarbeit des Landes mit dem Verein hervor - nur so könne eine Verbesserung der Organisationsstruktur erreicht werden.

 Und hier Ausschnitte aus dem Artikel mit Dank an KA-News:

...“ Die Initiave BIOS betreut sowohl Opfer als auch Täter sexueller Gewaltverbrechen. Dabei gehe es neben der Therapie für bereits straffällig gewordene Täter ebenso um die Prävention solcher Delikte. Erster Vorsitzender der Initiative Klaus Michael Böhm erläuterte, der Umfang der Betreuung belaufe sich auf etwa 400 laufende Therapien. Darunter seien ungefähr 70 Prozent "abgestrafte" Täter, der Rest sei in präventiver Behandlung.

In den Räumlichkeiten der "forensischen Ambulanz Baden", in denen ausschließlich die Opferbetreuung stattfindet, würdigte Justizminister Stickelberger die Arbeit der Initiatve und hob deren Wichtigkeit hervor: "Im Strafvollzug ist eine Aufarbeitung der Straftat meist nicht möglich, umso wichtiger ist eine professionelle Betreuung der Täter außerhalb der Haft."

Besonders hob er hervor, dass BIOS nicht punktuell sondern "in die Fläche" wirke, also über mehrere Stützpunkte im Land verteilt. Generell gehe es bei Straftätern nach der Haft oft darum, soziale Strukturen wiederherzustellen. "Betroffene haben häufig besonders schwere Schicksale, da reicht eine Betreuung in der Haft alleine nicht aus", sagte Stickelberger.

Auch der Tatprävention misst der Justizminister einen hohen Wert bei. Ziel sei es selbstverständlich nicht, Menschen zu inhaftieren. Vielmehr sei es erstrebenswert, jede einzelne Straftat zu verhindern. Aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten nannte er die hohen Kosten für das Land durch eine Haft: So würde jeder Hafttag etwa 110 Euro kosten, im Jugendbereich meist noch mehr. "Wenn man durch gezielte Therapie oder Prävention solche Delikte verhindern kann, ist das gut angelegtes Geld", sagt Stickelberger. “...

...“Der Minister indes hob die besondere Herangehensweise des Vereins hervor: "Neben den Tätern hat BIOS auch die Opfer im Blick. Diese Beidseitigkeit ist besonders wichtig", sagte er. Mit Blick auf die Täter ergänzte er: "Behandlungsvollzug ist immer besser als Strafvollzug. “...

 
Sowie ein Bericht im im schwäbischen Tagblatt online

 http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/ueberregional/baden-wuerttemberg_artikel,-Jeder-Euro-ist-gut-angelegt-_arid,244453.html

Mit freundlichen Grüßen

Minister Stickelberger


Der Verein dankt dem Justziministerium Baden-Württemberg, insbesondere dem Justizminster für seine Unterstützung bei der Verbesserung des präventiven Opferschutzes im Lande!


Justizminister Rainer Stickelberger, MdL

 

 

 

 

 Hier ein Bericht von Herrn Zschunke (dpa u.a.), den wir

mit freundlicher „Genehmigung der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, Hamburg abdrucken dürfen. Hierfür danke für dpa herzlich.

 

Präventiver Opferschutz: Therapie bevor es zu spät ist

Von Peter Zschunke, dpa

 

Es geht darum, potenzielle Gewalttäter zu behandeln und so Straftaten zu verhindern. Das Präventionsprogramm ist bundesweit einmalig. Doch die Therapeuten stoßen oft auf einen Mangel an Empathie und ein starres Männlichkeitsbild. 

Karlsruhe (dpa/lsw) - Wenn um Mitternacht das Telefon klingelt, weiß Anna Beckers, dass sie gebraucht wird. Die Psychologin behandelt «Tatgeneigte». Das sind meist Männer, die aufgrund ihrer psychischen Verfassung oder wegen wiederholter Gewaltfantasien eine Straftat begehen könnten. Die 29-Jährige leitet das Präventionsprogramm «Keine Gewalt- und Sexualstraftat begehen», in dem zurzeit 110 Männer behandelt werden. Jeden Monat kommen neun dazu - sie melden sich selbst, können auch ohne Angabe ihres Namens eine Therapie bekommen.

Das 2010 gestartete Programm der Forensischen Ambulanz Baden (FAB) ist ein Projekt der Behandlungs-Initiative Opferschutz (BIOS) in Baden-Württemberg. «Das Präventionsprogramm ist in dieser Form einmalig in ganz Deutschland», sagt BIOS-Vorsitzender Klaus Michael Böhm, der als Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe arbeitet und sich aus dieser Erfahrung heraus für den Opferschutz engagiert. Ein eher forschungsorientiertes Präventionsprogramm am Berliner Universitätsklinikum Charité ist auf Pädophile beschränkt.

«Wir kümmern uns nicht nur um potenzielle Täter, die einem Kind schaden könnten, sondern auch um potenzielle Vergewaltiger und Gewaltstraftäter bis hin zu häuslicher Gewalt und Stalkern», erklärt Beckers. «Wir haben auch Tatgeneigte aufgenommen, die an der Charité abgewiesen wurden, von denen aus unserer Sicht aber durchaus ein Risiko ausgeht.»

Behandelt werden sie in einer sogenannten deliktorientierten Psychotherapie. Deren Ziel sei es, «den Täter oder Tatgeneigten so weit zu stabilisieren, dass er keine Straftaten begeht und ein zufriedenes Leben in sozialer Verantwortung führen kann», erklärt Heinz Scheurer, der therapeutische Leiter der von BIOS eingerichteten Ambulanz.

Diese hat acht Außenstellen von Mannheim bis Freiburg - geplant sind zwei weitere - und beschäftigt sieben feste und 40 freie Mitarbeiter. Die therapeutischen Gespräche mit bereits verurteilten Straftätern beginnen mit einer Deliktrekonstruktion. Was hat zum Delikt geführt? Wie ist es abgelaufen? Wie hat sich der Täter gefühlt? Was waren die Folgen für Opfer und Täter?

Dann folgt eine Rückfallprophylaxe: Hier wird untersucht, welche Risikofaktoren noch bestehen und wie diese aufgefangen werden könnten. «Schließlich erkunden wir deliktrelevante Persönlichkeitsmerkmale, etwa eine geringe Steuerungsfähigkeit oder ein schlechtes Selbstwertgefühl», erklärt Scheurer. Die Kosten dafür trägt zumeist das Land.

Das Präventionsprogramm hingegen wird weitgehend vom Verein BIOS mit seinen 110 Mitgliedern und aus der Zuweisung von Geldbußen finanziert. Der Verein sei dem Justizministerium in Stuttgart dankbar für die finanzielle Unterstützung und hoffe jetzt, dass auch das Präventionsprogramm Landesmittel erhalten werde, sagt Richter Böhm.

«Baden-Württemberg ist in Deutschland zum Musterland für Opferschutz geworden.»

Aber können so wirklich Straftaten verhindert werden? Diese Frage will eine Studie an der Universität Heidelberg beantworten. «Wir wollen untersuchen, ob sich während der Behandlung bei den Probanden Veränderungen in kriminologisch relevanten Merkmalen ergeben», erklärt der Direktor des Instituts für Kriminologie, Dieter Dölling. Eines dieser Merkmale sei die «Selbstkontrolle, die verhindert, dass die Bestrebungen, die sie in sich spüren, zu Delikten führen.»

Neigung zur Gewalt ist vielfach mit einem starren Rollenbild verbunden. «Es ist ein Problem, dass viele glauben, einem bestimmten Männlichkeitsbild gerecht werden zu müssen», sagt Scheurer. Positive Fähigkeiten würden oft nicht genug gefördert, kritisiert der 66-jährige Psychologe. «Wir werden eher zu Narzissten erzogen, so dass es vor allem auf Selbstverwirklichung, Macht und bestimmte Statussymbole ankommt. Da kann unsere Klientel schlecht mithalten.»

Die Therapeuten erfahren oft, dass es den von ihnen behandelten Menschen an Empathie fehlt. «Wir haben Tatgeneigte, die im Internet den Drang haben, nach kinderpornografischem Material zu suchen», sagt Anna Beckers. «Viele Männer wollen gar nicht verstehen, dass diese Bilder nicht auf den Bäumen wachsen und dass Kinder Füchterliches erlebt haben müssen, um zu diesen Bildern zu kommen.»

#

 

 

Ehrenauszeichnung für Präventionsarbeit von BIOS beim 5. Internationalen Kreativ-Wettbewerb 2013 in München

 

Auszeichnung für BIOS

 

Am 13.09.2013 wurde die Präventionsarbeit von BIOS bei einer Gala anlässlich des 5. Internationalen KreativWettberbs in München mit dem Leitgedanken "Gewaltprävention für Kinder und Jugendliche" mit einem Ehren-Award ausgezeichnet. BIOS bedankt sich für Auszeichnung und  wir die Arbeit der Veranstalter des Wettbewerbs die "agi Arbeitsgruppe International Glückliche Familie e.V." auch weiterhin unterstützen.

Hier die Anschrift der Homepage sowie den Redebeitrag von BIOS sowie weitere Lichtbilder und Dokumente zur Ansicht:

Hier der Link zur Homepage von Glückliche Familie e.V.:

http://www.glueckliche-familie-ev.de/impressum/

Die diesjährigen Preisträger, ihre Arbeiten und demnächst auch die Preisverleihung können Sie sich unter

www.foto-film-game-contest.de

ansehen.

 

Hier die Rede von BIOS anlssälich der Verleihung des Ehren-Awards:

Rede-München-13.09.2013

Hier mehr zur Veranstaltung selbst sowie ein Link zu einem Künstler:

 

5. Internationaler KreativWettbewerb 2013

 Disziplinen: Fotografie - Kurzfilm - Animationsfilm - Gamedesign -

(Film)Musik/Sounddesign - Dramaturgie - Malerei/Zeichnung/
Illustration/Comic - Werbung/PR - Journalismus

Der Wettbewerb richtet sich an die internationale Öffentlichkeit – an alle Menschen.
Im Mittelpunkt steht eine der bedeutenden Aufgaben unserer Zeit, Gewalt zu diskriminieren
und Menschen zu bewegen, sich auf friedlichem Weg zu begegnen.

Der Wettbewerb wird getragen von dem Leitgedanken der GewaltPrävention
für Kinder und Jugendliche. Er bietet allen Teilnehmern eine besondere Chance,
das eigene Können mit spannenden, faszinierenden Arbeiten vorzustellen und
neue Maßstäbe zu setzen. Hochwertige Preise und die mediale Präsenz motivieren.

http://www.foto-film-game-contest.de/de

 

 

Zeitschrift Lichtblick - JVA-Tegel: Gefangen gehaltene Bürger bitten um Hilfe und starten Volksbegehren

Gefangen gehaltene Bürger bitten um Hilfe

Knackis haben in der JVA Berlin-Tegel fast 600 Unterschiften gesammelt und eine Bittschrift an Justizsenator Heilmann übergeben.

Am 10. September übergab der ehemalige Tegeler Gefangene Torsten Gahlbeck Justizsenator Heilmann eine von knapp 600 Inhaftierten unterzeichnete Petition, in der die Insassen um mehr Personal bitten.

     ?Werter Herr Heilmann!

     Die in der JVA Tegel gefangen gehaltenen Bürger bitten Sie inständig:

     - Verwahren Sie uns nicht nur, sondern bitte helfen Sie uns!

     - Bitte sorgen Sie für ausreichend Wärter, Sozialarbeiter und

     Psychologen.

     Sie sind für uns verantwortlich - stellen Sie sich dieser

     Verantwortung und beschädigen Sie uns und die Bevölkerung nicht

     länger!!! Ihr bisheriges Handeln ist unverantwortlich und unsinnig!

     Mit freundlichen Grüßen

     Insassen der JVA Tegel?

Knackis, die um mehr "Wärter" bitten? Das verwundert nur auf den ersten

Blick: In Berliner Gefängnissen herrscht seit Monaten dramatische Personalknappheit, die die Aufgabenerfüllung der Strafanstalt behindert.

Nicht nur Gefangene und deren Rechtsanwälte, sondern auch Kriminalpolitiker, Strafvollzusgexperten und Gerichte monieren die zurückgegangene Personalausstattung.

Für die Resozialisierung der Gefangenen steht im Durchschnitt nur ein Mitarbeiter für 60-90 Gefangene zu Verfügung. Bei der Psychologischen Betreuung ist es noch ärger: über 800 Gefangene hat ein einziger Psychotherapeut zu therapieren.

Die Gefangenenzeitung der lichtblick startet ein Volksbegehren:

Die Inhaftierten wissen um ihre Schwächen ? tagtäglich steht ihnen ihr Versagen in Form von Mauern und Stacheldraht vor Augen; sie bitten um Behandlung, weil sie zukünftig ein Leben in Freiheit ohne Straftaten führen wollen. Alleine aber können sie es nicht schaffen!

Der Vollzug raubt ihnen Selbstständigkeit, zerstört Soziale Beziehungen, vermindert berufliche Möglichkeiten, erzeugt Schmerzen und Leiden ? nur mit Hilfe von Personal erhalten Inhaftierte die Chance, nach ihrer Entlassung draußen (wieder) Fuß zu fassen, sich sozial angemessen zu verhalten, keine Straftaten mehr zu begehen.

Das dies auch das Interesse der Bevölkerung ist, ist offensichtlich. So wird ein jeder aufgeklärter und kluger Bürger das Begehren der Gefangenen unterstützen!

Unsere Gefangenenzeitung hat hierzu das Volksbegehren ?Kriminalprävention stärken, Opfer vermeiden !? initiiert, das in der nächsten Woche den Berliner Bürgerinnen und Bürgern verkündet wird.

Ziel des Volksbegehren ist es, die Kriminalität zu senken. Besonders günstig und aussichtsreich ist dieses Unterfangen dann, wenn der Staat die Täter, denen er bereits habhaft geworden ist, so behandelt, dass sie keine neuen Straftaten mehr begehen. Denn: zur Zeit werden zwischen 50 - 80 % der Gefangenen wieder rückfällig! Diese enorm hohe Quote ist das Verschulden des Gefängnisses selbst ? eine Justizvollzugsanstalt, die wissenschaftliche Erkenntnisse nicht anwendet und die kein Personal zur Behandlung bereitstellt, kann nur scheitern.

Das Volksbegehren hat hierzu einen Gesetzesentwurf angefertigt und einen Maßnahmenkatalog erstellt; zudem wurde eine erste Kostenplanung errechnet ?

das Ergebnis überrascht nur auf den ersten Blick: Jeder in Straftäterbehandlung investierte Euro vermeidet / spart etwa 9,- ? !

Bitte unterstützen Sie dieses Volksbegehren, das im Interesse aller Bürger Deutschlands ist!

Gefangenenzeitung

der lichtblick

Seidelstraße 39

D-13507 Berlin

fon +49 (30) 90 147 2329

fax +49 (30) 90 147 2329

mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

internet: www.lichtblick-zeitung.de(See attached file: Extrablatt_Gefangen gehaltene Bürger bitten um Hilfe_1.p

 

BIOS Unterstützt den Hilferuf, helfen auch Sie mit, die therapeutischen Angebote im Strafvollzug zu verändern. Die in Deutschland insoweit herschenden Defizite waren Anlass für unser BIOS -Memorandum. Aufgrund ser leeren Kassen werden Gefangene oftmals nur verwahrt. Nur wenn schon in der gerichtlichen Hauptverhandlung Behandlungen angeordnet werden können, besteht eine Chance zur Veränderung.

 BIOS-Memorandum

 

 

 

 

Presseerklärung - Wichtige Änderung der StPO tritt zum 1. September in Kraft

 

Wichtige Änderung der Strafprozessordnung

tritt am 1. September 2013 Kraft

Präventiver Opferschutz nunmehr im Gesetz verankert

Am 1.September 2013 wird aufgrund des am 30. Juni 2013 in Kraft getretenen Gesetzes zur Stärkung der Rechte von Opfern sexuellen Missbrauchs (StORMG) eine wichtige Änderung der Strafprozessordnung wirksam.

Während sich der Richter bislang im Strafverfahren nur in wenigen Ausnahmefällen mit der Frage zu befassen hatte, was er selbst zur Verhinderung zukünftiger Straftaten des Angeklagten unternehmen kann, sieht dies nunmehr die neu eingeführte Vorschrift des § 246 a Abs.2 StPO ausdrücklich vor. Danach muss das Gericht nunmehr jedenfalls bei Straftaten zum Nachteil von Minderjährigen ausdrücklich prüfen, ob eine psychothera-peutische Behandlung des Täters anzuordnen ist.

 

Diese Gesetzesänderung dient dem präventiven Opferschutz. Es ist nämlich wissen-schaftlich nachgewiesen, dass durch eine fachgerecht durchgeführte deliktorientierte Behandlung des Täters das Risiko eines Rückfalls deutlich gesenkt werden kann (siehe hierzu die Studie des Psychiatrisch Psychologischen Dienstes aus Zürich vom 04.01.2010: Prävention und Opferschutz: Wirksamkeit und Kosteneffizienz spezifisch deliktpräventiver Therapieangebote zur Verhinderung von Gewalt- und Sexualstraftaten; abgedruckt unter: www-bios-bw.de „Aktuelle Stellungnahmen).

 

Die Verhinderung der Tatbegehung ist der beste Opferschutz.

 

Diesen Erkenntnissen hat der Gesetzgeber nunmehr durch Einführung einer bisher im Gesetz nicht vorgesehenen weitgehenden Begutachtungspflicht von Straftätern im Gerichtsverfahren bei Straftaten vor allem des sexuellen Kindesmissbrauchs nach §§ 174-174c, 176 bis 180, 181 a und 182 des Strafgesetzbuches in § 246 a Abs. 2 StPO in einem ersten wichtigen Schritt Rechnung getragen.

Entsprechend der Forderungen im „BIOS-Memorandum“ bedarf es jedoch noch einer weiteren Verbesserung des präventiven Opferschutzes durch weitergehende Begutachtung von Gewalt- und Sexualstraftätern schon im gerichtlichen Verfahren. Durch eine solche verbesserte opferschützende Ausrichtung des Strafrechts soll verhindert werden, dass gefährliche und hoch rückfallgefährdete Täter unbehandelt aus der Haft entlassen werden, sei es, weil dort die die Tat mit auslösende Persönlichkeitsstörung unerkannt bleibt oder aber für die notwendigen therapeutischen Maßnahmen kein Geld vorhanden ist. Die insoweit in Deutschland bestehenden und im „BIOS-Memorandum“ aufgezeigten Behandlungsdefizite waren auch Gegenstand des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg (EGMR) vom 17. Dezember 2009 (19359/04) und der Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am 08. Februar 2011 zur „Sicherungsverwahrung“.

 

Mehr hierzu finden Sie auf unserer Homepage unter www.bios-bw.de.

 

Hinweis auf den Gesetzestext:

 

§ 246a StPO

 

(1) Kommt in Betracht, dass die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in der Sicherungsverwahrung angeordnet oder vorbehalten werden wird, so ist in der Hauptverhandlung ein Sachverständiger über den Zustand des Angeklagten und die Behandlungsaussichten zu vernehmen. Gleiches gilt, wenn das Gericht erwägt, die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt anzuordnen.

 

(2) Ist Anklage erhoben worden wegen einer in § 181b des Strafgesetzbuchs genannten Straftat zum Nachteil eines Minderjährigen und kommt die Erteilung einer Weisung nach § 153a dieses Gesetzes oder nach den §§ 56c, 59a Absatz 2 Satz 1 Nummer 4 oder § 68b Absatz 2 Satz 2 des Strafgesetzbuchs in Betracht, wonach sich der Angeklagte psychiatrisch, psycho- oder sozialtherapeutisch betreuen und behandeln zu lassen hat (Therapieweisung), soll ein Sachverständiger über den Zustand des Angeklagten und die Behandlungsaussichten vernommen werden, soweit dies erforderlich ist, um festzustellen, ob der Angeklagte einer solchen Betreuung und Behandlung bedarf.

 

(3) Hat der Sachverständige den Angeklagten nicht schon früher untersucht, so soll ihm dazu vor der Hauptverhandlung Gelegenheit gegeben werden.

 

 

Workshop - Erstellung von Behandlungsgutachten am 24.08.2013 erstmals in Karlsruhe durchgeführt

Der

BIOS-Workshop

 

Erstellung von Behandlungsgutachten nach § 246 a Abs. 2 StPO

wurde am Samstag, den 24.08.2013 in Anwesenheit von Teilnehmern aus ganz Deutschland erstmals durchgeführt.

Sobald die Folien vorliegen, werden diese hier eingestellt.

Die Widerholung der von der Landesärtzekammer zertifizierte Forbildung ist beabsichtigt. Setzen Sie sich bitte mit uns unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   in Verbindungen, wenn Sie Interesse an der Teilnahme in Karlsruhe haben oder die Fortbildung an Ihrem Wohnort durchgeführt werden soll.

 

Ihr BIOS-BW


Hier noch die Erstausschreibung als Pdf.

BIOS-Workshop.Behandlungsgutachten.2013

 

 

 

FAB-Behandlungsstützpunkt Heilbronn eingeweiht

FAB-Stützpunkt in Heilbronn eingeweiht

Am 12.07.2013 hat die FAB ihren 6. Behandlungsstützpunkt in Baden-Württemberg in Heilbronn in Anwesenheit von rund 40 Gästen eingeweiht. Ab sofort können nun auch in Heilbronn opferschützende Behandlungsmaßnahmen für abgeurteilte oder potentielle Straftäter vor Ort durch das Therapeuten-Team der FAB durchgeführt werden. Die Kontaktaufnahme erfolgt über das Sekretariat der Ambulanz (Frau Oppen) unter 0721 470 43393 oder über das psychotherapeutische Notfalltelefon unter 0173 510 71 71. Bei Herrn Regierungsdirektor Dickemann bedanken wir uns für die Überlassung des Raumes in der Anstalt.

Hier der Beitrag von der Heilbronner Stimme vom 13.07.2013

 

 

Unterkategorien

QR-Code dieser Seite