BIOS schließt Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Landeskirche Baden.

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Acht Jahre präventiver Opferschutz in Baden-Württemberg - FAB feiert Geburtstag

Acht Jahre präventiver Opferschutz in Baden-Württemberg

Bei der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V., die mit der Forensischen Ambulanz Baden (FAB) am 02. Juni 2016 auf ein achtjähriges Bestehen zurückblickt, absolvieren aktuell 407 Tatgeneigte und Straftäter Therapien mit dem Ziel, Straftaten oder Rückfälle zu vermeiden. Die Nachfrage ist so groß, dass der gemeinnützige Verein inzwischen eine Warteliste einrichten musste. 27 Personen warten derzeit  auf einen Therapieplatz.

Die Personengruppen, die sich bei der FAB melden, beziehungsweise von Gerichten geschickt werden, sind unterschiedlich. Die größte Gruppe (157) stellen die zur Bewährung verurteilten Straftäter - gefolgt von 109 Strafgefangenen, die mit Endstrafe aus der Haft entlassen wurden. Sie stehen unter sogenannter Führungsaufsicht und haben zur Verhinderung eines Rückfalls eine Therapieauflage erhalten. Weitere elf Personen sind aus dem Maßregelvollzug entlassen worden.

Mit  81 Strafgefangenen arbeiten die psychologischen Therapeuten der FAB direkt im Justizvollzug. 49 Personen, das entspricht etwa 12 Prozent, sind sogenannte Tatgeneigte, also Personen ohne rechtskräftige Verurteilung. Sie befinden sich ganz überwiegend (90 Prozent) wegen Sexualstraftaten oder Beschaffung von Kinderpornografie in therapeutischer Behandlung.

Es war von Beginn an das Ziel von BIOS-BW e.V., durch gezielte therapeutische Arbeit mit Gewalt- und Sexualstraftätern beziehungsweise Tatgeneigten zum Opferschutz beizutragen. Der Verein setzt sich deshalb auch für eine möglichst frühe Begutachtung ein. Wenn Strafrichter schon bei Ersttätern Therapiemöglichkeiten prüfen und gegebenenfalls anordnen, kann das Rückfälle verhindern. Das ist nicht nur ein Beitrag zur Resozialisierung, sondern gleichzeitig aktiver Opferschutz. Allerdings wurden von den Justizbehörden in diesem Jahr erst 4 Gutachtenaufträge erteilt, so dass noch Potenzial zur Steigerung besteht. Hingegen nutzt der Strafvollzug weitaus häufiger die Möglichkeit der Klärung, ob durch eine Therapie im Wege der Nachsorge ein Rückfall verhindert werden kann. Bei der FAB werden aktuell 47 sog. reine Behandlungsgutachten erstellt.

Die Behandlungen werden derzeit an elf Standorten in Baden-Württemberg angeboten. Stützpunkte der FAB sind neben Karlsruhe inzwischen Mannheim, Heidelberg, Mosbach, Bruchsal, Offenburg, Freiburg, Lörrach, Villingen-Schwenningen, Pforzheim und Heilbronn.

Seit 2015 ist die FAB öffentlich anerkannte Nachsorgeorganisation des Landes Baden-Württemberg. Seit der Gründung im Jahr 2008 bis zum 31. Dezember 2015 wurden insgesamt 2095 Personen therapeutisch behandelt oder begutachtet. 

Daneben unterhält BIOS-BW e.V. getrennt von seinem übrigen Angebot die Opfer- und Traumaambulanz Karlsruhe/Baden. Dort haben sich in diesem Jahr bereits 37 Opfer von Gewalt- und Sexualstraften gemeldet.

Weitere Informationen, Zahlen und Dokumente können Sie dem soeben erschienenen BIOS-Jahresbericht 2015, welchen Sie unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Frau Oppen) anfordern können.

 

Bitte helfen Sie mit. Wir finanzieren unsere Sozialprojekte durch Spenden und Zuweisungen von geldbußen durch die Justizbehörden.

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