BIOS schließt Kooperationsvertrag mit der Evangelischen Landeskirche Baden.

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Willkommen bei BIOS-BW

BIOS-BW e.V.: Wir schützen Opfer und sind dabei "einen Schritt voraus"!
Es gilt: Wo kein Täter, da kein Opfer!

Wegsperren allein hilft nicht – die Behandlung von Straftätern ist präventiver Opferschutz!

ImageAllein durch eine immer schärfer werdende gerichtliche Haft- und Sanktions-Praxis kann ein ausreichender Schutz vor gefährlichen Gewalt- und Sexualstraftätern nicht erreicht werden. Vielmehr bedarf es weiterer Maßnahmen. Hierzu gehört vor allem die Behandlung der bei solchen Tätern zumeist vorliegenden Persönlichkeitsstörung, denn nach gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen kann durch eine erfolgreiche Behandlung das Risiko eines Rückfalls deutlich reduziert und bei einem noch nicht straffällig Gewordenen (sog. Tatgeneigter) die Begehung einer ersten Straftat verhindert werden.

Zu einer erfolgreichen Behandlung gehört auch eine frühzeitge Dignostik. Am 3. März 2009 haben wir deshalb dem Bundesministerium der Justiz das BIOS-Memorandum vorgelegt, in welchem wir nach Schweizer Vorbild eine im deutschem Recht bislang nur in Ausnahmefällen (§ 246a StPO) vorgesehene sachverständige Begutachtung gefährlicher Gewalt- und Sexualstraftäter schon in der gerichtlichen Hauptverhandlung zur Frage fordern, ob diese an einer pyschischen Störung leiden und welche Möglichkeiten der Behandlung bestehen. Diese Vorschläge hat die FDP-Bundestagsfraktion nach einer Anhörung von BIOS am 17. März 2010 im Reichtagsgebäude in Berlin nunmehr durch die Forderung nach der Einführung einer „Therapiepflicht für Sexualstraftäter" aufgenommen  und wurde von BIOS am 26. Oktober 2011 im Rahmen einer Sachverständigenanhörung zum STORMG vorgestellt
(mehr unter: Memorandum-Bundestagsdiskussion). 
Insoweit haben wir auch durch eine von uns beim Psychiatrischen Dienst des Kantons Zürich (PPD) in Auftrag gegebene Studie nachweisen können, dass durch solche therapeutischen Maßnahmen schon allein die ansonsten anfallenden Haftkosten um mehr als die Häflte gesenkt werden kann (mehr unter Rückfalluntersuchungen). Am 13. März 2013 hat der deutsche Bundestag sodann das StOMRG verabschiedet, in welchem entsprechend unseres Reformvorschlags nunmher jedenfalls eine Begutachtungspflicht vor allem bei Sexualstraften zum Nachteil von Minderjährigen vorgesehen ist (§ 246a Abs.2 StPO). Am 3. Mai 2013 hat der Bundesrat dem StORMG zugestimmt. Es ist am 30.06.2013 in Kraft getreten,
die Regelung zu § 246 Abs.2 StPO wurde zum 1.9.2013 wirksam und ist nunmehr Gesetz.
 

BIOS- Geschichte

Die Ergänzung der im Regelstrafvollzug bestehenden Angebote zur Behandlung gefährlicher Gewalt- und Sexualstraftäter war zunächst das zentrales Anliegen des im Jahre 2008 geründeten Vereins, welcher seit 2005 dieses Ziel schon als interdisziplinären Zusammenschluss von Richtern, Staatsanwälten, Vollzugsangehörigen, Psychiatern, Psychotherapeuten, Psychologen, Sozialarbeitern, Rechtsanwälten, Wissenschaftlern und Journalisten verfolgt hat.  Am 16.10.2008 wurde in den Räumen der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe der Verein "Behandlungs-Initiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V." gegründet, welcher seit 23.10.2008 in das Vereinsregister des Amtsgerichts Karlsruhe eingetragen und vom Finanzamt Karlsruhe als gemeinnützig anerkannt ist. Unser Vorbild ist insoweit die Schweiz. So verfügt die Haftanstalt Pöschwies im Kanton Zürich bei etwa 450 Inhaftierten über 19 Therapeuten. Neben einer frühzeitigen und sachkundigen Diagnostik schon in der gerichtlichen Hauptverhandlung hat vor allem diese intensive Betreuung dazu geführt, dass nach den aktuellen Zahlen der Forschung des PPD-Zürich (Stand Juli 2010) in Zürich die Rückfallqute auf derzeit 3% gesenkt werden konnte (mehr unter Rückfalluntersuchungen).
 

BIOS-Behandlungsprojekte in Baden-Württemberg

Auf Initiative der Behandlungs-Initiative Opferschutz hat der Landtag von Baden-Württemberg erstmals für die Jahre 2007/2008 gezielt Haushaltsmittel zur Behandlung gefährlicher Gewalt- und Sexualstraftäter zur Verfügung gestellt, durch welche durch die Universität Heidelberg wissenschaftlich beforschte Behandlunsgprogramme zur Behandlung von Gewalt-und Sexualstraftätern in mehreren Haftanstalten im Lande, in den Vollzugsanstalten Mannheim, Heimsheim und Heilbronn, und derzeit mehr als 70 einzeltherapeutische Maßnahmen in Haftanstalten in Baden-Württemberg (vgl. hierzu näher unter Modellversuche) durchgeführt werden.JVA-Heimsheim Die bislang zugewiesenen und vom "Fonds Psychotherapie und Bewährung" in Stuttgart verwalteten Geldmittel von derzeit jährlich € 135.000 reichen jedoch zur Deckung des erheblichen Therapiebedarfs nicht aus, weshalb eine Erhöhung notwendig ist. Wegen der Zweckbestimmung der Haushaltsmittel können auch nicht alle indizierten therapeutischen Maßnahmen innerhalb oder außerhalb des Strafvollzugs aus diesen Mitteln finanziert werden, wobei Lücken vor allem im Bereich der ambulanten Nachsorge und des rein präventiven Opferschutzes bestehen und diese - soweit möglich - aus Vereinsmitteln der Behandlungsinitiative Opferschutz (BIOS-BW) e.V. geschlossen werden. Die am 21.4.2010 in Betrieb genommene vierte BIOS-Behandlungsabteilung für Gewaltstraftäter in der JVA Bruchsal, welche weitgehend aus aus BIOS-Vereinsmitteln finanziert wurde, kann derzeit nicht durchgeführt werden, weil die JVA Bruchsal dafür keine Räumlichkeiten mehr zur Verfügung stellen kann. Am 1. September 2011 hat jedoch nunmehr in der JVA Adelsheim das 5. BIOS-Behandlungsprojekt für junge Straftäter und am 1.12.2011 das 6. BIOS-Behandlungsprojekt für suchtkranke Gewaltstraftäter in der JVA Offenburg ihre Arbeit aufgenommen. Beide letztgenannten  Projekte werden von der Manfred Lautenschläger Stiftung in Wiesloch über BIOS-BW e.V. weitgehend finanziert. Wir danken der Manfred Lautenschläger Stiftung in Wiesloch für ihre finanzielle Unterstützung, ohne welche die Projekte nicht durchführbar wären (mehr hierzu finden Sie unter Behandlungsabteilungen).
 

Forensische Ambulanz Baden (FAB)

Zur weiteren tatsächlichen Umsetzung des Opferschutzes in Baden-Württemberg unterhalten wir  darüber hinaus die Forensische Ambulanz Baden – FAB , welche am 2.6.2008 ihren Arbeitsbetrieb aufgenommen und am 11.11.2008 in Anwesenheit des Justizministers von Baden-Württemberg, Prof. Dr. Ulrich Goll, offiziell eingeweiht wurde.

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 Dr. Heinz Scheurer ist Dipl. Psychloge & Leiter der
„Forensischen Ambulanz Baden - FAB"
Foto: Deck (dpa)

Dort und an mehreren Behandlungsstützpunkten im Lande, vor allem in Mannheim, Offenburg, Freiburg, Heidelberg, Pforzheim, Bruchsal, Mosbach, Heilbronn und Villingen-Schwenningen führen seither die Ärzte und Therapeuten der FAB rückfallreduzierende psychotherapeutische Behandlungsmaßnahmen bei abgeurteilten Straftätern- Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage der FAB unter
www.fab-ka.de  

 

Psychotherapeutische Ambulanz Koblenz (PAKo)

Aufgrund eines Vertrages mit mit dem Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz in Rheinland-Pflalz hat der Verein am 30. Juli 2015 in Koblenz die Pschothrapeutsiche Ambulanz Koblenz (PAKo) eröffnet und bietet seither auch in Rheinland-Pfalz opferschützende Behandlungsangebote für abgeurteilte Straftäter sowie reine Tatgeneigte an (Kontakt: 0171 510 71 71).                 

BIOS-Präventionsprogramm
"Keine Gewalt oder Sexualstraftat begehen"

Seit 1.7.2010 können bei BIOS auch solche Personen psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, die ohne Behandlung Gefahr laufen, erstmals ein Gewalt- oder Sexualdelikt zu begehen. Das bundesweit einmalige Präventionsprogramm wird seit 1.1.2013 durch die Universtät Hedielberg evaluiert und wissenschaftlich beforscht. Unserere Therapeuten sind  montags bis freitags von 9.00 Uhr - 17.00 Uhr über unter der Rufnummer 0721 470 43 933 erreicbar.
 

Opfer- und Traumaambulanz Karlsruhe/Baden (OTA)

Seit 1.1.2010 bieten wir vor allem in Karlsruhe auch eine Akutversorgung traumatisierter Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten an, welche nunmehr in Kooperation mit zwei Fachkliniken und Stadt und Landkreis Karlsruhe unter Schirherschaft von der Stadt Karlsruhe (Bürgermeister Klaus Stapf) und des Landratsamtes Karlsaruhe (Landrat Dr. Christoph Schaudigel) zur Opfer und Traumaambulanz Karlsruhe/Baden ausgebaut wurde.
In diesem Rahmen bietet der Verein auch eine Rechtsberatung durch eine Fachanwältin an.

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Auf dem abgebildeten Bild sehen Sie die Vereinsräume von BIOS-BW e.V. in Karlsruhe.

Die Anschrift der nicht in diesen Räumen befindlichen
Forensischen Ambulanz Baden (FAB) lautet:
Schlossplatz 23 
76131 Karlsruhe
Mehr hierzu finden Sie unter: 
www.fab-ka.de 
 

Damit BIOS diese vielfältigen therapeutischen Maßnahmen weiter durchführen kann, benötigen wir auch Ihre finanzielle Unterstützung durch Spenden, Sponsoring oder durch Zuweisung von Geldbußen durch Gerichte und Staatsanwaltschaften. Aus diesem Grund haben wir auch am 31. Juli 2011 einen ausdrücklichen Antrag beim Justizministerium Baden-Württemberg auf Gewährung der Ambulanz schon bei ihrer Eröffnung am 11.11.2008 zugesagten Födermittel gestellt. 

Für das Jahr 2013 wurde uns diese Fördung nun erstmals bewilligt zur organisatorschen Unterhaltung der FAB.

Wir danken dem Justizministerium Baden-Württemberg fürr seine Unterstützung des präventiven Opferschutzes im Lande.

 

Bitte helfen Sie auch mit durch Spenden von Bürgern,
Sponsoring und Geldbußenzuweisungen durch Gerichte und Staatsanwaltschaften.
Spendenbescheinigung wird erteilt.

 Unsere Bankverbindung:

Volksbank Pforzheim
IBAN:  DE83 6669 0000 0054 70
BIC: VBPFDE 66

 


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